Für Annemarie Wildeisen ist Kochen mehr als nur die Zubereitung von Speisen. Das Resultat ist etwas, das Menschen verbindet: «Ich sitze furchtbar gerne am Tisch und habe Leute um mich herum, die Freude am Genuss haben. Kochen ist eine sehr befriedigende Sache.»
Aus dem Fotoalbum von Annemarie Wildeisen
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Bild 1 von 17. Ein kleiner Sonnenschein! Bildquelle: Annemarie Wildeisen.
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Bild 2 von 17. Zeichnen und Malen an der frischen Luft auf dem Balkon. Bildquelle: Annemarie Wildeisen.
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Bild 3 von 17. Kochen soll für Annemarie Wildeisen in erster Linie Genuss sein – Naschen selbstverständlich auch. Bildquelle: Annemarie Wildeisen.
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Bild 4 von 17. Hoch hinaus dank Feingefühl, Konzentration, Ausdauer und einem klaren Ziel! Bildquelle: Annemarie Wildeisen.
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Bild 5 von 17. Annemarie Wildeisen und ihre Schwester, zusammen mit ihrem Grossvater väterlicherseits. Für sie ist es Grossvater «Bocuse». Bildquelle: Annemarie Wildeisen.
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Bild 6 von 17. Annemarie Wildeisen mit ihrer Mutter und der kleinen Schwester. Bildquelle: SRF.
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Bild 7 von 17. Schäferhund Ami war ein wichtiger und treuer Freund für die ganze Familie. Bildquelle: Annemarie Wildeisen.
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Bild 8 von 17. Auf den Skiern fühlte sich Annemarie Wildeisen wohl. Bildquelle: Annemarie Wildeisen.
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Bild 9 von 17. Eine Woche Winterplausch im Skilager. Bildquelle: Annemarie Wildeisen.
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Bild 10 von 17. Auch Schlittschuhlaufen war für Annemarie Wildeisen ein grosses Wintervergnügen. Bildquelle: Annemarie Wildeisen.
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Bild 11 von 17. Annemarie Wildeisen im Alter von 12 Jahren. Bildquelle: Annemarie Wildeisen.
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Bild 12 von 17. Wie jedes andere Kind konnte auch Klein-Annemarie «trötzele». Bildquelle: Annemarie Wildeisen.
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Bild 13 von 17. Mit 75 Jahren ist Annemarie Wildeisen noch immer voller Energie und Tatendrang. Bildquelle: SRF.
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Bild 14 von 17. In ihrem Büro arbeitet sie regelmässig an Projekten oder brütet neue Ideen aus. Bildquelle: SRF.
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Bild 15 von 17. In ihrer beeindruckenden Sammlung befinden sich Kochbücher mit Gerichten aus aller Welt. Bildquelle: SRF.
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Bild 16 von 17. Verschiedene Urkunden und Auszeichnungen schmücken eine Wand im Büro von Annemarie Wildeisen. Bildquelle: SRF.
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Bild 17 von 17. Annemarie Wildeisen arbeitet mit ihrer Tochter Florina Manz zusammen. Die Zusammenarbeit beschreibt sie als «nicht immer ganz einfach», aber sehr inspirierend. Bildquelle: SRF/SRF/Gian Vaitl.
In ihrer langen Karriere gab es eine Begegnung, die Annemarie nie vergessen wird. Beim Einkaufen in einem Grossverteiler, sprach sie ein älterer Herr an und sagte: «Ich möchte Ihnen danken – Sie haben mir das Leben gerettet».
Bis zum Tod seiner Frau habe er nie eine Pfanne oder eine Kochkelle angerührt, fuhr der Mann fort. Und als seine Frau wusste, dass sie gehen muss, habe sie ihm gesagt: «Schau, hier hat es Bücher von Frau Wildeisen. Wenn du dich genau an ihre Anweisungen hältst, kannst du kochen.» Das habe er sich zu Herzen genommen und Freude am Kochen gefunden. Die Anekdote sei die Quintessenz ihres Wirkens, sagt Annemarie Wildeisen.
Vom Brimborium zum einfachen Genuss
Das Kochen habe sich über die Jahre verändert, erklärt Annemarie Wildeisen. Heute sei es unkomplizierter. Als sie angefangen habe, sei es normal gewesen, den Gästen einen Sechs- oder Siebengänger aufzutischen, sagt die Köchin.
Es herrschte ein grosses Brimborium um opulente Menüs. Dieser «Hype» habe sich gelegt. Heute sei man eher bereit, den Gästen etwas Einfacheres auf den Tisch zu bringen, ohne dass der Genuss zu kurz komme.
Hassliebe zu Blumenkohl und Kefen
Rosenkohl und Kefen mochte Annemarie Wildeisen lange nicht. Unterdessen liebt sie beides. Ist Rosenkohl gut gemacht, sei es ein dankbares Gemüse. Wenn der Rosenkohl ganz fein werden soll, nehme sie sich sehr viel Zeit, um seine Blätter zu lösen. «Das geht ausgesprochen lang». Umso kürzer sei dann die Kochzeit. In drei bis vier Minuten sei das Gemüse auf dem Tisch. «Das ist für mich etwas vom Besten».
Auch bei den Kefen komme es auf die Zubereitung an. Ihre Mutter habe sie immer weich gekocht und gegen Ende der Saison seien sie «fädig» geworden. «Das habe ich gehasst wie Gift», so die gebürtige Aargauerin.
Was Annemarie Wildeisen kocht, wenn niemand zuschaut: Risoni mit Gemüse. Risoni ist eine reisförmige Pasta, eine Sorte, die es in Griechenland und Italien gibt. Die Risoni seien in sieben bis acht Minuten gekocht. Nebenbei mache sie das Gemüse. Dann werde alles gemischt, ein Gutsch Rahm dazugegeben und viel Käse darübergestreut – et voilà. «Das ist für mich eine der besten und unkompliziertesten Mahlzeiten», meint sie.
Sie sei ein geduldiger Mensch, das sei sie immer schon gewesen. Den Anspruch auf Perfektion habe sie längst abgelegt – spätestens beim Jonglieren zwischen Beruf und Familie. «Ich kümmere mich auch nicht mehr darum, was die Leute sagen, wenn ich etwas koche und sie es gar einfach fanden.» Von den Meinungen anderer lasse sie sich nicht mehr beeinflussen.