Ein Sprung ins kühle Wasser gehört zum Sommer. Doch warum riecht es im Schwimmbad nach Chlor? Weshalb schrumpeln unsere Finger? Und warum tut ein Bauchklatscher so weh? Wir haben die Antworten.
1. Chlor löst den Urin im Wasser nicht auf – stattdessen stinkt’s
«Ins Schwimmbad pinkeln? Das ist doch egal, dafür hat es ja Chlor im Pool.» Dieser Mythos stimmt so nicht.
Chlor desinfiziert zwar das Wasser und bekämpft Bakterien und Viren, der Urin verschwindet dadurch aber nicht. Es entsteht vielmehr ein neues Problem: Reagiert Chlor mit den Stoffen im Urin, entstehen sogenannte Chloramine. Diese können Augen, Haut und Atemwege reizen. Auch Schweiss, Hautfett und Schuppen reagieren so mit dem Chlor.
Diese Reaktion ist auch schuld an dem Badigeruch, den wir als Chlorgeruch kennen. Chlor selbst ist aber geruchsneutral, erst die Kombination lässt den Geruch entstehen.
Die Toilette und die Dusche vor dem Hineinspringen haben also tatsächlich ihre Berechtigung.
2. So gibt es den grössten Spritzer bei einer Arschbombe
Entscheidend ist, beim Eintauchen möglichst viel Luft unter Wasser mitzunehmen. Diese ist verantwortlich für den Spritzer. Die eingeschlossene Luftblase wird durch den Wasserdruck nach oben gedrückt und reisst Wasser mit.
Besonders fest spritzt es, wenn die Luftblase tief unters Wasser kommt und dann mit viel Anlauf an die Oberfläche schiesst. Deshalb hilft es, aus grösserer Höhe zu springen, mit viel Schwung einzutauchen und das mit einem möglichst kompakten Körper. Der Prozess zur perfekten Arschbombe ist fast unendlich zu perfektionieren.
3. Darum schrumpelt die Haut im Wasser
Nach einiger Zeit im Wasser schrumpelt die Haut. Entgegen einem weitverbreiteten Mythos saugt sich die Haut aber nicht einfach mit Wasser voll. Das Nervensystem lässt an Händen und Füssen die kleinen Blutgefässe zusammenziehen. So ist der Platz für die Haut kleiner, die Haut aber noch gleich gross. Diese faltet sich dann zusammen, wie ein Vorhang an einer zu kurzen Vorhangstange.
Wieso sich die Natur die Schrumpelfinger ausgedacht hat, ist unklar. Vielleicht können wir dank ihnen nasse Gegenstände besser greifen. Weil die Falten wie Kanäle wirken, die wie bei einem Autoreifen das Wasser ableiten, und es somit mehr Haftung gibt. Endgültig belegt werden kann dies jedoch nicht.
4. So krault ihr am schnellsten
Auch Schwimmtechniken können perfektioniert werden. Wer möglichst effizient kraulen will, muss nicht einfach nur kräftig ziehen. Entscheidend ist, wie: Mit jedem Armzug wird das Wasser sauber nach hinten gedrückt – so entsteht der Vortrieb.
Gleichzeitig sollte der Körper möglichst gestreckt im Wasser liegen, denn je kleiner der Wasserwiderstand, desto schneller und kraftsparender kommt man voran.
5. Darum schmerzt ein Bauchklatscher
Ein unangenehmer und meist ungewollter Moment: So richtig weh tut ein Bauchklatscher, weil der Körper mit einer grossen Fläche aufs Wasser prallt.
Das Wasser kann nicht schnell genug ausweichen, der Körper wird abrupt abgebremst und so die Haut stark gedehnt.
Wer dagegen mit gestrecktem Körper und den Füssen voran eintaucht, wird erst im Wasser über eine längere Strecke abgebremst – deshalb schmerzt ein sauberer Sprung vom Zehnmeterturm deutlich weniger als ein Bauchklatscher vom Einmeterbrett.