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ESC 2024: Nemos Song «The Code» ist neuer Favorit
Aus Tagesschau vom 02.04.2024.
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Platz 1 bei den Wetten Riesiger Hype um Nemo – was, wenn die Schweiz den ESC gewinnt?

Die Schweiz führt neu die Wettquoten des Eurovision Song Contests an. Wenn Nemo mit «The Code» in Malmö gewinnt, steigt der ESC 2025 in einem Schweizer Stadion. Aber in welchem? Und wie werden die Kosten aufgeteilt? Der Delegationsleiter SRF nimmt Stellung.

Noch am Freitag stand Nemo mit dem Song «The Code» auf Platz fünf der ESC-Wettquoten, am Montag führte der Schweizer Act sie plötzlich an. Der Grund dafür ist die Eurovision-Pre-Party in Madrid vom Samstag. Dabei spielte Nemo erstmals live vor tausenden ESC-Fans und tauchte daraufhin in zahlreichen Social-Posts auf – auch von der Konkurrenz, Video-Kollaborationen gehören genauso zum Eurovision Song Contest wie politische Kontroversen.

«Das ist ein mega schönes Zeichen», findet Nemo, «die Leute sind aufgeregt, glauben an den Song und das motiviert mich sehr.» Yves Schifferle, Delegationsleiter SRF, fügt an: «Das ganze Team freut sich riesig über diesen Zuspruch, das gibt uns Rückenwind.» Er gibt jedoch zu bedenken, dass es bis zum Wettbewerb noch fünf Wochen dauert und sich bis dahin noch vieles ändern könne. «Wir konzentrieren uns jetzt auf den Auftritt, sind am Proben und haben noch viel zu tun bis Malmö.»

Was sind ESC-Pre-Partys?

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Legende: Konkurrenz, ja – aber auch Friends: Nemo amüsiert sich mit anderen ESC-Teilnehmenden an der Pre-Party in Madrid. SRF/Benjamin Ramsauer

In mehreren europäischen Städten steigen im Vorfeld des Eurovision Song Contest Veranstaltungen, um den Hype auf den eigentlichen Wettbewerb so richtig anzufachen. Die Acts können sich und ihre Songs live präsentieren – nicht nur den Fans vor Ort, sondern ganz Europa dank Live-Mitschnitten und Social-Media-Kollaborationen.

2024 finden Pre-Partys in Madrid, Barcelona, London, Amsterdam, Stockholm, Oslo und Kopenhagen statt. «Madrid war unglaublich toll», schwärmt Nemo, «ich durfte die anderen Künstler:innen kennenlernen und die Energie des Publikums war unglaublich. Das war ein mega schönes Wochenende.»

Der Rückenwind ist auch bei den Zahlen spürbar: Innert einer Woche hat Nemo über 5000 Follower und Followerinnen auf Instagram gewonnen und «The Code» kratzt auf Spotify an der 2.5-Millionen-Streams-Marke. In mehreren europäischen Ländern ist das Stück zudem in die Viral-Charts eingestiegen.

Wo könnte der Schweizer ESC steigen?

Gemäss den Wettquoten auf dem Fanportal Eurovisionworld.com wird Nemo aktuell eine Gewinnchance von 19 Prozent vorausgesagt. Da darf ruhig mal gehofft und geträumt werden.

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So funktionieren die Wetten beim ESC
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Und es müssen erste Abklärungen getroffen werden, denn: Wenn die Schweiz gewinnt, richtet sie den Wettbewerb 2025 aus. Infrage kommen Orte mit grossen Hallen, die eine gute Infrastruktur bieten. Laut Schifferle wären unter anderem Zürich, Bern, Genf oder Basel ein Thema.

Wer bezahlt das?

Neben dem Ort muss auch das Portemonnaie ready gemacht werden. Zahlen will Schifferle noch keine nennen – im Netz finde man diverse Angaben, bei den meisten sei aber nicht klar, ob es sich dabei zum Beispiel nur um Produktionskosten oder den kompletten finanziellen Aufwand handelt.

«Wir tauschen uns schon mal mit den Niederlanden, Portugal und Italien aus, um eine Übersicht zu bekommen, was der ESC kostet», sagt er.

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Gewinnt Nemo den ESC 2024?
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Die SRG müsste die Kosten jedenfalls nicht alleine tragen. Die Stadt, in der er stattfindet, werde einen grossen Teil stemmen müssen, ebenso die am ESC teilnehmenden Länder. Dazu kommen laut dem Delegationsleiter SRF Einnahmen aus dem Ticketing und Sponsoring.

Es wäre der dritte ESC in der Schweiz

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Legende: Der kanadische Superstar Céline Dion (rechts) 1988 auf der Bühne des ESC in Dublin. Neben ihr stehen der Songwriter Atilla Sereftug und die Songwriterin Nella Martinetti sowie Moderator Raymond Fein (von links). Keystone/Str

Der Eurovision Song Contest wurde bereits zweimal in der Schweiz ausgetragen. Einmal bei der Premiere 1956 in Lugano, die mit Lyss Assia dann auch eine Schweizerin für sich entschied. Die SRG wollte den Wettbewerb nicht gleich nochmals durchführen, darum sprang Deutschland im Folgejahr ein.

Das zweite Mal in der Schweiz stieg der ESC 1989 in Lausanne, nachdem Céline Dion im Jahr zuvor im irischen Dublin den Sieg geholt hatte.

Nemo auf dem roten Teppich der ESC-Pre-Party in Madrid
Legende: Nemo auf dem roten Teppich der ESC-Pre-Party in Madrid. SRF/Benjamin Ramsauer

SRF 3, 02.04.204, 14:14 Uhr;kobt

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