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Ungeschriebene Regeln im Sport Eishockey, Fussball oder Rad: auf diese Sitten muss man achten

Wer in einem Eishockey-Training auf den Kopf des Goalies schiesst, macht sich keine Freunde. Ungeschriebene Regeln gibt es im Sport viele, ob selbstverständlich oder kurios. Sich daran zu halten, empfiehlt sich.

Vereinslogo betreten verboten

Ob in der Mannschaftsgarderobe, im Spielertunnel oder am Spielfeldrand: Auf den Boden gedruckte Vereinslogos zu betreten, ist ein No-Go. Aus Respekt vor dem eigenen und dem Verein des Gegners. Ein Ehrenkodex, der im Fussball und im Eishockey stark gelebt wird.

So weichen auch Superstars den Wappen aus und legen sogar mal einen akrobatischen Sprung ein. Eine Ausnahme gibt es: Kinder müssen nicht darauf achten.

Beim Pipi-­Machen wird nicht überholt

Ein Velorennen geht relativ lange, so lange, dass es durchaus vorkommen kann, dass ein Fahrer kurz mal muss. Als Führender kann das aber schnell zum Nachteil werden. Die kurze Erleichterung kann die optimale Gelegenheit für einen Angriff der Verfolger sein. Erlaubt ist so ein Angriff, machen tut es in der Regel niemand. Solange der Führende Pipi macht, wird nicht überholt und davongefahren.

Auch bei technischen Problemen überholt man nicht. Nicht an diese Sitte gehalten hat sich der Spanier Alberto Contador 2010. Dieser sprintete los, als der Führende Andy Schleck an einem Berg ein Problem mit der Kette hatte. Am Schluss gewann der Radrennfahrer gar die Tour de France. Die Fans waren nicht begeistert – bei der Siegerehrung wurde er gnadenlos ausgepfiffen.

Durch eine kuriose Wendung setzte sich das Fairplay am Ende doch noch durch: Wegen Dopings wurde Contador der Sieg nachträglich aberkannt.

Aufräumen sollen die Jungen

Sich als junges Teammitglied die Sporen abverdienen – auch hierzu gibt es viele ungeschriebene Regeln. Die meisten haben irgendwas mit Aufräumen zu tun. SRF-Eishockey-Experte Philippe Furrer erlebte das während seiner Karriere selbst: «Bei der Heimfahrt von Auswärtsspielen sind es die Jungen, die dem Chauffeur helfen, den Car aufzuräumen.»

Eishockeyspieler in roter Ausrüstung steigt aus Bus aus.
Legende: 2015 musste Dean Kukan wohl noch den Teambus aufräumen. Heute gehört er mit 32 Jahren und acht WM-Teilnahmen zu den Erfahrenen in der Nati. Keystone/Peter Schneider

Ob den Team-Car putzen, die Bälle nach dem Training zusammensammeln oder sonstiges Trainingsmaterial aufräumen – gehört alles zum Job der Jungen.

Achtung: Rücken putzen

Gewisse ungeschriebene Regeln sind Tradition und werden zu einer offiziellen Regel. Zum Start des Kampfes im Schwingen gibt man sich die Hand und schaut sich in die Augen. Danach hilft der Gewinner dem Verlierer aufzustehen, putzt ihm den Rücken ab und gibt ihm nochmals die Hand.

Es wird einem jungen, schwingbegeisterten Kind schon im allerersten Training beigebracht. Eine lange Zeit ungeschriebene Regel, die mittlerweile sogar ins technische Reglement des Eidgenössischen Schwingverbands aufgenommen wurde.

Radio SRF 3, 19.05.2026, 08:10 Uhr ; 

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