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Wir lassen uns das Singen nicht verbieten
Aus Audio MW vom 22.11.2019.
abspielen. Laufzeit 04:27 Minuten.
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Tina York Ein Hit gegen Nörgler und Miesepeter

Schlagermusik musste schon immer gegen Vorurteile kämpfen. Sie wurde damals von Kritikern genauso belächelt und heruntergemacht wie heute. Tina York holte 1975 zum Gegenschlag aus und landete mit ihrem Protestlied «Wir lassen uns das Singen nicht verbieten» einen Hit.

Dieter Thomas Heck und Tina York Seite an Seite in klassischer Abendkleidung.
Legende: Dieter Thomas Heck steckte hinter Tinas grossem Hit. Facebook.de/Tina York

Tina ist gerade 20 Jahre alt, als sie mit burschikosem und selbstbewusstem Look die Bühne der «ZDF-Hitparade» betritt. Mit den Zeilen «Sie halten sich für die Klügsten» und «Für sie gilt nur das, was ihnen gefällt – welch ein Selbstbetrug» setzt sie den zahlreichen Schlager-Kritikern den Spiegel vor. Schliesslich bringt sie es mit «Ein Schlager heisst doch nur ein bisschen Freud» auf den Punkt. Das TV-Publikum hat sie damit gleich auf ihrer Seite.

Dieter Thomas Heck gab den Anstoss dazu

Hinter dem Hit steckte der «ZDF-Hitparade»-Moderator Dieter Thomas Heck persönlich. Er war es, der sich ursprünglich über all die Anfeindungen und süffisanten Bewertungen von selbsternannten Schlagerkritikern aufregte. Deshalb wandte er sich spontan an die Starproduzenten Jack White und Fred Jay mit der Bitte, sie möchten doch eine entsprechende Antwort auf die ewigen Nörgeleien hin komponieren.

Lieber eine neutrale Interpretin

Ursprünglich sollte Dieter Thomas Heck «Wir lassen uns das Singen nicht verbieten» auch gleich selber singen. Dies lehnte er jedoch ab mit der Begründung, dass man ihm als Showmaster eine solche Haltung übelnehmen würde. Ein neutrales, junges Gesicht musste her und mit Tina York hatte man die perfekte Interpretin dafür gefunden.

Unser Schlagermusik-Experte Roger De Win kritisiert an dem locker flockigen Liedchen einzig die Zeile «Ein bisschen Bumsfallera und Schinderassasa», die dann doch sehr einfach gestrickt und klischeehaft rüberkommt. Damit gelang es sicherlich nicht, die Kritiker umzustimmen.

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Im «Schlagermosaik» nimmt Roger De Win jeden Montag einen Schlagertitel unter die Lupe und bringt interessante Fakten ans Licht.