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Legende: «Soul», Chadwick Boseman, Glenn Close, Daniel Kaluuya, «Nomadland»: Gehen sie alle mit Trophäen nach Hause? Collage SRF
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93. Oscar-Verleihung Das Oscar-Orakel von SRF Virus: Tipps für alle 23 Kategorien

Alle Jahre wieder! Unser Oscar-Orakel kennt die Sieger:innen der Oscar-Verleihungen 2021 schon vor der Zeremonie – und zwar in allen 23 Kategorien.

Um die 23 Goldstatuen streiten sich dieses Jahr insgesamt 56 Filme, drei mehr als letztes Jahr. Trotz eines herausfordernden Kinojahrs (*hust* Pandemie *hust*) kann sich das Feld der diesjährigen Nominierten also mehr als sehen lassen.

Aber halt. Moment. Warum sind es nur noch 23 Kategorien?

Weil die Academy nach der letztjährigen Verleihung beschlossen hat, die beiden Kategorien «Bester Ton» und «Bester Tonschnitt» zusammenzulegen – und uns damit das alljährliche Googeln von «Was ist schon wieder der Unterschied zwischen Bester Ton und Bester Tonschnitt?» erspart. Wir danken der Academy!

Oscars 2021: Wo schauen?

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Oscars 2021: Wo schauen?

SRF zwei zeigt die «Nacht der Nächte» auch dieses Jahr wieder live und ungeschnitten im Zweikanalton. Los geht's in der Nacht auf Montag, dem 26. April 2021 um 2 Uhr morgens.

Unmittelbar vor der Verleihung und während den Werbepausen kommentieren Nicole Berchtold, die drei Schauspieler:innen Rachel Braunschweig, Anna Pieri Zuercher und Dimitri Stapfer, zusammen mit SRF-Filmexperte Enno Reins das Geschehen.

Bevor's zu unseren Tipps geht, hier noch kurz unsere bisherige Erfolgsbilanz:

  • 2018: 21 richtige Tipps
  • 2019: 16 richtige Tipps
  • 2020: 18 richtige Tipps

Immerhin: die Formkurve zeigt nach oben.

Oscars 2021: In diesen Kategorien wird's wohl langweilig

Searchlight Pictures
Legende: Wer, wenn nicht sie? Regisseurin Chloé Zhao am Set von «Nomadland» – zusammen mit Hauptdarstellerin Frances McDormand. Searchlight Pictures

Ja, an die letztjährige Oscar-Verleihung erinnern wir uns gerne zurück. Das Rennen um den Hauptpreis war damals so offen wie seit Jahren nicht mehr – und endete mit einer riesigen (und tollen!) Überraschung: Mit dem koreanischen Thriller «Parasite» krönte die Academy zum ersten Mal einen nicht-englischsprachigen Film zu ihrem «besten Film des Jahres».

Dieses Jahr dürfte die Entscheidung bezüglich des «besten Films» um einiges langweiliger werden. Alles andere als ein Sieg von «Nomadland» wäre eine grosse Überraschung. An Chloé Zhaos majestätischem Roadmovie-Slash-Drama führt 2021 kein Weg vorbei. (Bei uns war der Film letztes Jahr zwei Mal am «Zurich Film Festival» zu sehen, seither warten wir noch immer auf ein reguläres Startdatum.)

Klar, ein bisschen Spannung in den grossen Kategorien kann einer Oscar-Verleihung nur guttun, aber wenn heuer zum zweiten Mal hintereinander der wortwörtlich beste Film des Jahres mit dem Oscar-Hauptpreis ausgezeichnet wird, beschweren wir uns nur ungern. (Lieber so als «Green Book».)

Auch in diesen Kategorien wird es keine Überraschungen geben:

  • «Beste Regie»: Hier dürfte «Nomadland»-Regisseurin Chloé Zhao zur zweiten Frau überhaupt werden, die an den Oscars mit dem Regie-Hauptpreis ausgezeichnet wird.
  • «Bester Hauptdarsteller»: Der letztes Jahr im Alter von nur 43 Jahren verstorbene Hollywood-Star Chadwick Boseman («Ma Rainey's Black Bottom») gilt hier als sicherer Gewinner – und dürfte damit zum ersten Schauspieler seit Heath Ledger werden, der posthum mit einem Oscar geehrt wird.
  • «Bester Nebendarsteller»: Gerne können wir uns darüber streiten, ob Daniel Kaluuyas Figur im Film «Judas and the Black Messiah» wirklich eine Nebenrolle ist (Schliesslich steht sein «Black Messiah» im Titel des Films!), schlussendlich ist das dem Oscar-Orakel aber egal. Kaluuya wird sich hier jene Trophäe sichern, die er sich eigentlich schon für «Get Out» verdient hätte.

Oscars 2021, hier wird's spannend: Beste Hauptdarstellerin und Beste Nebendarstellerin

Denkwürdige Performance in einer denkwürdigen Rolle: Carey Mulligan in «Promising Young Woman».
Legende: Denkwürdige Performance in einer denkwürdigen Rolle: Carey Mulligan in «Promising Young Woman» Focus Features

Um Oscar-Gewinner:innen treffsicher vorauszusagen hilft in der Regel ein Blick auf die «Vorläufer-Awards». Dort, wo in den Wochen vor der Oscar-Zeremonie die einzelnen Zünfte (Filmeditor:innen, Produzent:innen, Regisseur:innen, etc.) ihre jeweiligen Favorit:innen küren.

Ausserdem gelten andere Preisverleihungen wie die «Golden Globes» oder die britischen «BAFTAs», sowie Preise, die bei den grossen Filmfestivals (Venedig, Cannes, Toronto) vergeben werden, ebenfalls als zuverlässige Oscar-Gradmesser.

Wer wurde dieses Jahr in der Kategorie «Beste Hauptdarstellerin» schon alles ausgezeichnet?

  • «Golden Globes»: Andra Day für «The United States vs. Billie Holiday»!
  • «SAG Awards» (Schauspieler:innen-Zunft): Viola Davis für «Ma Rainey's Black Bottom»!
  • «BAFTAs»: Frances McDormand für «Nomadland»!
  • «Critics' Choice Movie Award»: Carey Mulligan für «Promising Young Woman»!
  • «Coppa Volpi» am Filmfestival in Venedig: Vanessa Kirby in «Pieces of a Woman»!

Alle fünf Nominierten können sich somit realistische Hoffnungen auf einen Oscar machen. Etwas, das in dieser Kategorie schon seit Jahrzehnten nicht mehr der Fall war.

Weil wir uns trotzdem für jemanden entscheiden müssen, tippen wir auf Carey Mulligan. Ihr buntes Rache-Drama «Promising Young Woman» trifft voll und ganz den Zeitgeist und wird ab dem 20. Mai in unseren Kinos zu sehen sein.

Ähnlich unentschieden sieht es bei der Wahl zur «Besten Nebendarstellerin» aus. Gut möglich, dass Glenn Close nach sieben (!) erfolglosen Nominierungen endlich zum ersten Mal einen Oscar mit nachhause nehmen könnte. Momentan schwingt das Pendel aber eher Richtung Youn Yuh-jung («Minari»).

Welche Kategorien stehen sonst noch auf der Kippe?

Spannend dürfte es auch bei den Entscheidungen rund um die «Beste Kamera» und den «Besten Schnitt» werden.

In Sachen Cinematografie liefern sich «Nomadland»-Kameramann Joshua James Richards und «Mank»-Kameramann Erik Messerschmidt ein Kopf-an-Kopf-Rennen – mit leichten Vorteilen für den Ersteren.

Und auch beim Filmschnitt steht die Entscheidung auf Messers Schneide: Filmeditor Mikkel E.G. Nielsen («Sound of Metal») hat wohl die Nase vorn. Gewinnt schlussendlich aber Alan Baumgarten für das Netflix-Gerichtsdrama «The Trial of the Chicago 7», wäre das durchaus nachvollziehbar.

Und der Rest?

In der Nacht auf Montag werden insgesamt 23 Statuen verliehen. Es folgen unsere Tipps in den weiteren Kategorien – sowie unsere persönlichen Favoriten.

Bestes Originaldrehbuch

Wird gewinnen: «Promising Young Woman» (Emerald Fennell)
Soll gewinnen: «Minari» (Lee Isaac Chung)

Bestes adaptiertes Drehbuch

Wird gewinnen: «Nomadland» (Chloé Zhao)
Soll gewinnen: «The Father» (Christopher Hampton und Florian Zeller)

Bester Animationsfilm

Wird und soll gewinnen: «Soul» (Pete Docter und Dana Murray)

Bester internationaler Film

Wird und soll gewinnen: «Another Round»

Bester Dokumentarfilm

Wird gewinnen: «My Octopus Teacher»
Soll gewinnen: «Collective»

Bester Dokumentar-Kurzfilm

Wird und soll gewinnen: «Colette», Link öffnet in einem neuen Fenster

Bester Kurzfilm

Wird gewinnen: «Two Distant Strangers»
Soll gewinnen: «White Eye»

Bester animierter Kurzfilm

Wird gewinnen: «If Anything Happens I Love You»
Soll gewinnen: «Burrow»

Beste Filmmusik

Wird gewinnen: «Soul» (Trent Reznor und Atticus Ross)
Soll gewinnen: «Minari» (Emile Mosseri)

Bester Filmsong

Wird gewinnen: «Speak Now» aus «One Night in Miami» (Sam Ashworth und Leslie Odom Jr.)
Soll gewinnen: Who cares. Keiner der Songs weiss zu überzeugen, sorry.

Bester Ton

Wird und soll gewinnen: «Sound of Metal» (Jaime Baksht, Nicolas Becker, Philip Bladh, Carlos Cortés und Michelle Couttolenc) [und nicht nur weil der Film «Sound» im Titel hat. Wirklich.]

Bestes Szenenbild

Wird und soll gewinnen: «Mank» (Donald Graham Burt und Jan Pascale)

Bestes Make-up und beste Frisuren

Wird gewinnen: «Ma Rainey's Black Bottom» (Sergio Lopez-Rivera, Mia Neal und Jamika Wilson)
Soll gewinnen: «Pinocchio» (Dalia Colli, Mark Coulier und Francesco Pegoretti)

Bestes Kostümdesign

Wird gewinnen: «Ma Rainey's Black Bottom» (Ann Roth)
Soll gewinnen: «Pinocchio» (Massimo Cantini Parrini)

Beste visuelle Effekte

Wird und soll gewinnen: «Tenet» (Scott R. Fisher, Andrew Jackson, David Lee und Andrew Lockley)

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2 Kommentare

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