«Best of A Point» – Gerichte und ihre Geschichte: Das Sandwich

Das Sandwich ist eine geniale Erfindung: Zwei Brotscheiben und dazwischen ein beliebiger salziger Belag. Da gibt es für jeden Geschmack etwas Passendes.

Sandwich.
Bildlegende: Das Sandwich: Zwei Brotscheiben und dazwischen ein variantenreicher salziger Belag. colourbox

Zur Frage der Herkunft des Sandwiches gibt es verschiedene Erklärungen und Legenden. Ihnen allen ist gemeinsam, dass sie aus England kommen. Dabei steht aber weniger die Frage im Mittelpunkt, wer das Sandwich erfunden hat, sondern wie es zu seinem Namen gekommen ist.

Praktische Zwischenverpflegung für beschäftigten Staatsmann

Wahrscheinlich wurde das Sandwich nach einem gewissen John Montagu, dem 4. Earl of Sandwich benannt. Montagu war ein britischer Staatsmann und leidenschaftlichen Kartenspieler. Von ihm wird berichtet, dass er 1762 während eines stundenlangen Kartenspiels keine Zeit zum Essen fand. Um das Spiel nicht unterbrechen zu müssen und sich trotzdem verpflegen zu können, liess sich Montagu eine Scheibe gesalzenes Rindfleisch zwischen zwei Brotscheiben servieren. Darauf habe ein Mitspieler ebenfalls «ein Brot wie jenes von Sandwich» verlangt. Und damit war das Sandwich geboren, so die Legende. Nach einer anderen, staatsmännischer klingenden Variante soll Montagu nach einer leichten Verpflegung verlangt haben, um seine Arbeit am Schreibtisch nicht unterbrechen zu müssen.

Typischer Snack zum Tee

Eines der ältesten Sandwich-Rezepte findet man im Kochbuch «The ladys assistant» von Charlotte Mason aus den 1770er Jahren. Da heisst es, dass man einige sehr dünne Scheiben Rindfleisch, Kalbfleisch oder gekochten Schinken zwischen zwei Scheiben Brot mit Butter legen solle. Sandwiches wurden zunächst als Imbiss bei abendlichen Männergesellschaften, später auch bei Tanzbällen serviert. Im 19. Jahrhundert wurde das Sandwich zu einer beliebten Zwischenmahlzeit, vor allem zum Tee. Ausserdem gehörte es zu einem typisch englischen Picknick und galt als idealer Proviant bei Bahnreisen.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rudolf Trefzer