Früchtewähe – eine helvetische Delikatesse

Die Früchtewähen dürften ihren Ursprung in den Obstanbaugebieten des Mittellands haben. In den alpinen Regionen kommen die Früchtewähen seltener vor, da es dort weniger Backöfen gab. Und wenn doch, dann dort, wo durch die Viehwirtschaft Rahm und Käse für salzige Wähen verarbeitet wurden.

Ein Klassiker unter den Wähen: Die Apfelwähe.
Bildlegende: Ein Klassiker unter den Wähen: Die Apfelwähe. Keystone

Der Teig hält die Wähe in Form, die Früchte steuern den Geschmack bei und der Guss rundet das Ganze ab. Früchtekuchen oder tartes gibt es auch in anderen Ländern und in unterschiedlichsten Kombinationen.

Aber der Guss ist eine typisch helvetische Spezialität, eine zwar eher unscheinbare Komponente, aber zugleich ein kulinarisches Highlight. Er verleiht einer Früchtewähe den letzten Schliff und macht sie damit zu einer hochstehenden kulinarischen Errungenschaft.

Moderation: Stefan Kohler, Redaktion: Rudolf Trefzer