Supplement auf dem Teller – was kostet der Nachschlag?

Von Paul Bocuse stammt das selbstironische Bonmot über die Nouvelle Cuisine, zu deren bekanntesten Vertretern er gehört: «Nichts auf dem Teller, alles auf der Rechnung.»

Kellner bringt einen Teller mit Essen.
Bildlegende: Ein Beilagen-Supplement sollte nichts kosten. Colourbox

Auch wenn Bocuse übertreibt, so gibt es doch immer wieder Situationen, wo man sich in einem Restaurant fragt, ob das Verhältnis zwischen Essensportionen und Preis nicht allzu sehr auseinanderklafft.

Wer eine Vorspeise und ein Hauptgericht gegessen hat und noch immer hungrig ist, der kann das Servierpersonal darauf aufmerksam machen und einen Nachschlag verlangen. Für ein Supplement von Beilagen sollte man in der Regel nicht bezahlen müssen.

Für ein Supplement der Hauptzutaten (in der Regel von Fleisch oder Fisch) berechnen viele Restaurants etwas. Wenn aber die Hauptzutat gar mickrig ausgefallen ist, sollt man sich als Gast auf den Standpunkt stellen, dass der Wirt zumindest in der zweiten Runde Grosszügigkeit beweisen und nichts dafür verlangen sollte.

Redaktion: Rudolf Trefzer