Szechuanpfeffer: Falscher Pfeffer mit Zitronenaroma

Viele unterschiedliche Gewürze tragen das Wort «Pfeffer» in ihrem Namen, weil sie in Geschmack und Schärfe an den echten Pfeffer erinnern. Eine von diesen falschen Pfefferarten ist der Szechuanpfeffer, der bis vor wenigen Jahren in Europa kaum bekannt war.

Szechuanpfeffer wächst am Strauch.
Bildlegende: Beim Szechuanpfeffer werden nicht die Samen, sondern die getrockneten Samenkapseln als Gewürz verwendet. Didier Descouens/Wikimedia Commons

Der Szechuanpfeffer wird auch Japanischer Pfeffer, Chinesischer Pfeffer, Nepalpfeffer und Indonesischer Zitronenpfeffer genannt. Alle diese Namen machen deutlich, dass diese Gewürzpflanze in weiten Teilen Asiens vorkommt. Dabei handelt es sich um verschiedene Arten der gleichen Pflanzengattung, die zwar alle eine gewisse Schärfe aufweisen, die sich aber in der Aromatik unterscheiden können. Gemeinsam ist ihnen allen, dass man nicht die Samen, sondern die getrockneten Samenkapseln als Gewürz verwendet.

Die meisten Arten des Szechuanpfeffers weisen einen zitronenartigen, aromatischen, manchmal auch leicht anisartigen Geruch auf. Der Geschmack ist leicht scharf und hinterlässt im Mund ein prickelndes und leicht betäubendes Gefühl.

Wie der echte Pfeffer ist auch der Szechuanpfeffer eine Art Universalgewürz. Es passt sowohl in der salzigen als auch in der süssen Küche zu vielen Speisen – auch bei uns.

Moderation: Dani Fohrler, Redaktion: Rudolf Trefzer