Weinland Schweiz: Drei-Seen-Region

Obwohl die Weinbaugebiete rund um den Neuenburgersee, den Bielersee und den Murtensee zu vier verschiedenen Kantonen gehören, haben sie vieles gemeinsam.

Reben oberhalb von La Neuveville am Neuenburgersee
Bildlegende: An den Gestaden des Neuenburgersees wird viel Œil de Perdrix angebaut: ein Rosé aus Pinot Noir. Keystone

Die wichtigste Gemeinsamkeit der Weinbaugebiete in der Drei-Seen-Region ist die Tatsache, dass hier zwei Rebsorten dominieren: bei den weissen Rebsorten der Chasselas und bei den roten der Pinot Noir. Sie belegen zusammen fast 80 Prozent der Rebfläche von knapp 1000 Hektaren. Dazu kommt, dass jede der drei Regionen auch ihre eigenen Spezialitäten hat.

Am Neuenburgersee dominiert Œil de Perdrix

Eine typische Neuenburger Spezialität ist der Œil de Perdrix, ein aus Pinot-noir-Trauben gekelterter Roséwein. Dazu kommt der Non-Filtré, ein junger Chasselaswein, der nicht filtriert in Falschen gefüllt wird und ab dem dritten Mittwoch im Januar verkauft wird. 

Am Bielersee werden neben Pinot noir und Chasselas auch Chardonnay, Weiss- und Grauburgunder oder Sauvignon blanc angebaut Bei den roten Varietäten werden heute u.a. Syrah und Malbec angebaut.

Freisamer: Eine Spezialität vom Murtensee

Das Weinbaugebiet rund um den Mont Vully am Murtensee ist mit einer Rebfläche von rund 150 Hektaren klein. Als Spezialität des Gebiets gilt der Freisamer, der hier Freiburger genannt wird. Der weisse Freiburger ist eine Neuzüchtung aus Silvaner und Grauburgunder aus dem Jahre 1916. Am Mont Vully wird er seit den 1950er Jahren angebaut und gilt heute als Spezialität des Gebiets.

Autor/in: Rudolf Trefzer, Moderation: Adrian Küpfer, Redaktion: Claudia Schlup