Bücher, die das Innenleben ausleuchten

Familien funktionieren oft nach einer verborgenen inneren Mechanik. Es waren mitunter interne Konflikte, die in Grossbritannien den Brexit befeuert haben. Und: Viele Wörter tragen eine unbekannte Geschichte in sich, die sich oft bis in längst vergangene Epochen zurückverfolgen lässt.

Die deutsche Autorin Nele Pollatschek
Bildlegende: Die deutsche Autorin Nele Pollatschek (Bild: Pollatschek)

Der SRF-Literaturstammtisch diskutiert aktuelle Bücher, die sich in ganz unterschiedlicher Weise auf die Suche nach dem Innenleben begeben, sei es der Sprache oder von sozialen Gefügen.

André Perler stellt «Vom Leben der Wörter» von Klaus Bartels vor, eine Sammlung von packenden Geschichten von Wörtern, deren verschlungene Wege bis in die Antike zurückreichen.

Der Liebesbrief «Dear Oxbridge» der deutschen Autorin Nele Pollatschek analysiert frech ihre turbulente Liebesbeziehung zu Grossbritannien, das kurz vor dem Brexit steht, und zeigt das Eigenleben dieser verwirrenden Insel, auf der alles ein bisschen anders ist als auf dem Kontinent.

Franziska Hirsbrunner bringt «Duell» des guatemaltekisch-amerikanischen Autors Eduardo Halfon mit, die intensive Geschichte einer Familie und ihrer Geheimnisse – und das auf nur etwas über hundert Seiten.

Buchhinweise:
Klaus Bartels. Vom Leben der Wörter. Wortgeschichten aus der «Neuen Zürcher Zeitung». Rombach, 2019.
Nele Pollatschek. Dear Oxbridge. Liebesbrief an England. Galiani, 2020.
Eduardo Halfon. Duell. Hanser, 2019.

Autor/in: Felix Münger