Literaturstammtisch digital - «BuchZeichen» aus dem Homeoffice

Zwei Krimis und ein historischer Roman – das das Angebot der Woche am BuchZeichen-Stammtisch, der derzeit krisenbedingt etwas anders daherkommt. Aber trotz der dezentralen und digitalen Anordnung berichtet die Sendung nach wie vor von bemerkenswerten Neuerscheinungen.

Porträt von Hansjörg Schneider
Bildlegende: Hansjörg Schneider hat einen neuen «Hunkeler» geschrieben. (Bild: Keystone / Anthony Anex)

Da wäre zum Ersten der Start einer neuen Krimi-Reihe von Jan Costin Wagner, die Nicola Steiner entdeckt hat. «Sommer bei Nacht» erzählt von einer Kindesentführung, und wie stets bei Wagner sind auch hier Gut und Böse nicht so einfach voneinander zu trennen.

Dann gibt es mit «Spiegel und Licht» den lange erwarteten dritten Teil der Saga rund um den englischen Hof unter Henrich VIII von Bookerpreisträgerin Hilary Mantel. Der Roman, den Esther Schneider vorstellt, erzählt von Machenschaften und Intrigen und von der Abspaltung Englands von der katholischen Kirche.

Und last but not least berichtet Michael Luisier über den zehnten Fall aus Hansjörg Schneiders Krimiserie rund um den Basler Polizeikommissär Peter Hunkeler. «Hunkeler in der Wildnis» ist ein Buch, das - unbeabsichtigt natürlich – eine Menge über die derzeitige Krise erzählt, bricht doch auch hier etwas Unheimliches und Beängstigendes mitten in eine scheinbar sichere und heile Welt hinein.

Buchhinweise: 
Jan Costin Wagner. Sommer bei Nacht. Kiepenheuer & Witsch, 2020.
Hilary Mantel. Spiegel und Licht. Dumont, 2020. 
Hansjörg Schneider. Hunkeler in der Wildnis. Diogenes, 2020. 

Autor/in: Michael Luisier