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Legende: Familienleben Zwischen Kind und Karriere SRF
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SRF DOK Berufstätig: Ja – Karriere: Nein

Nur in den Niederlanden arbeiten mehr Menschen Teilzeit. In der Schweiz besetzen 80 Prozent der Teilzeitstellen Frauen. Weshalb ist das so? Und warum hindert das Teilzeit-Modell die Karrieren der Frauen? Zahlen und Fakten zur Gleichstellung von Mann und Frau in der Schweiz.

Das gängige Familienmodell in der Schweiz hat sich verändert in den letzten 20 Jahren. «Nur» Hausfrau zu sein ist fast schon verpönt. Heute bleiben die meisten Mütter berufstätig, wenn sie Kinder kriegen. Solange die Kinder klein sind, arbeiten sie oft mit Minimalpensen von 20 bis 50 Prozent. Die Schweiz ist mittlerweile nach Holland auf Platz zwei, was die Gesamtzahl der Teilzeitstellen betrifft. Doch Fakt ist: 80 Prozent der Teilzeitstellen sind von Frauen besetzt. Männer reduzieren ihr Pensum aus Angst vor Prestigeverlust und Karrierenachteilen kaum, sie arbeiten immer noch mehrheitlich 100 Prozent.

Bei dem heute vorherrschenden Familienmodell bleibt die Familienarbeit nach wie vor an den Müttern hängen. Zudem sind Aufstiegschancen mit Teilzeit-Pensen beschränkt und ein finanzielles Ungleichgewicht bleibt bestehen.

Und wie sieht es in der Arbeitswelt aus? Erstmals seit der industriellen Revolution zwingen Digitalisierung und Fachkräftemangel die Firmen, ihre traditionellen Arbeitsmodelle zu überdenken. Zudem kommen mit der Generation Y junge Leute auf den Arbeitsmarkt, deren oberstes Ziel nicht mehr die Karriereplanung ist, sondern ein ausgewogenes Lebensmodell. Teilzeitkarrieren, Homeoffice und flexible Arbeitszeiten sind langsam salonfähig und werden zum Teil bereits eingeführt. Wo stehen wir heute in Sachen Gleichstellung, und wie ist es um die viel beschworene Vereinbarkeit von Beruf und Familie wirklich bestellt?

Zahlen und Fakten zu Gleichstellung und Beruf:

  • In 55 Prozent aller Familien arbeitet der Mann 100 Prozent, die Frau Teilzeit.
  • In 1 von 5 Familien bleibt die Frau ganz zuhause.
  • 1 von 20 Paaren mit Kindern teilt sich Berufs- und Familienarbeit gleichberechtigt auf.
  • Frauen verdienen heute immer noch 8.7 Prozent weniger als Männer (nicht erklärbarer Lohnunterschied).
  • Für Frauen bedeutet die Hochzeit eine Stagnation des Lohnes, Männern winkt eine Lohnerhöhung.
  • 80 Prozent der Frauen sind heute berufstätig – gegenüber 60 Prozent vor 20 Jahren.
  • Das ist nach Schweden die höchste Arbeitsmarktbeteiligung in Europa.
  • Frauen sind in Kaderpositionen immer noch stark untervertreten.
  • In den Geschäftsleitungen stagniert die Frauenquote seit 10 Jahren bei 6 Prozent.
  • 16 Prozent der Verwaltungsräte sind weiblich.
  • Die Schweiz liegt nach Holland auf dem 2. Platz was das Teilzeitangebot anbelangt
  • 80 Prozent der Teilzeitstellen sind von Frauen besetzt.
  • 4 von 5 Müttern arbeiten Teilzeit.
  • Nur gerade 3 von 20 Männern arbeiten Teilzeit.
  • 9 von 10 Männern sagen jedoch, sie würden gerne Teilzeit arbeiten.

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Väter machen Karriere, während berufstätige Mütter sich stets rechtfertigen müssen. Ein Plädoyer der Filmautorin Michèle Sauvain.

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8 Kommentare

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  • Kommentar von Karl Suter  (glaubenstreu)
    Die erfüllteste Karriere einer jungen Frau ist Mutter zu werden und Mutter zu sein. Ja, Mutter sein ist etwas vom Schönsten im Leben der Frau und zwar 100% Mutter sein bis die Kinder ins Berufsleben eintreten. Kinder brauchen die Mutter als: sicherer Pool in allen Angelegenheiten, als Betreuerin, Managerin, Trösterin, als Hort der Liebe und der Geborgenheit. Mütter nutzet die Zeit und betreut eure Kinder zu vollwertigen Menschen.
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  • Kommentar von Jürg Sand  (Jürg Sand)
    Teilzeitarbeit und wenig Karrierestereben sind die Hauptgründe für "weniger Lohn", nur hängt das nicht mit einem "überalterten" Familienmodell zusammen, sondern mit dem Wunsch der Frauen ein Familienleben zu führen! Ein Mann ist auch nicht einfach "karrieregeiler", sondern auf ihm lastet die Verantwortung für die Familie, rote Utopien und Easyjobs in Politik und Verwaltung hin oder her.
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  • Kommentar von rosi gantenbein  (lara croft)
    Klar, Kinder, Familie und Karriere alles unter einen Hut bringen kein Problem. Und wenn die Kinder dann Schwierigkeiten machen und zum Psychologen müssen, ist die Schule schuld.So geht das!
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    1. Antwort von Franco Caroselli  (FrancoCaroselli)
      Respekt. So denken viele normal mit Herz denkende Frauen !!! Die Frau schenkt Liebe zum Kind und das Kind sucht Nähe zur Mutter seit Bauchnabelzeit. Da der Vater "nur" Erzeuger ist, sucht das Kind immer zuerst die Mutter, später der Vater wenn Hobbys und wichtige Veränderungen anstehen. Und dies seit Mensch gibt !!!!! Da kann auch Frau Emanzipiert nichts tun, außer wie Kleinkind "pflännen" und trötzeln. Nur sind das erwachsene Kinder....