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Nationalbank ändert Leitzins nicht
Aus Tagesschau vom 16.03.2017.
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SNB hält sich zurück Der Franken-Schock

Schweizer Exportfirmen stehen seit der Aufhebung des Euro-Mindestkurses am 15. Januar 2015 enorm unter Druck. Über Nacht wurden ihre Produkte und Dienstleistungen 20 Prozent teurer. Überstunden und Entlassungen – wie kämpfen Schweizer Firmen mit der Frankenstärke?

  • Heute hat die SNB erneut betont, die Exportindustrie habe wegen des überwerteten Schweizer Frankens mit massiven Schwierigkeiten zu kämpfen.
  • Viele Unternehmen mussten in den letzten zwei Jahren radikale Umstellungen vornehmen. Einige mussten Personal entlassen – wie zum Beispiel die Schurter Gruppe, Luzern.
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«Ich bedaure das sehr.»
Aus DOK vom 16.03.2017.
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Den 15. Januar 2015 werden viele nicht so schnell vergessen: Überraschend teilt an diesem Tag die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit, der Mindestkurs gegenüber dem Euro werde nicht länger garantiert. Der Schweizer Franken schnellt in die Höhe, über Nacht steigen die Preise für Exportprodukte um 15 bis 20 Prozent an. Viele Exportfirmen stehen am Abgrund.

Insgesamt 12‘600 Stellen sind in der Maschinen-, Elektro- und Metall-Industrie aufgrund des Frankenschocks verloren gegangen, schreibt ihr Verband Swissmem. Das sind rund vier Prozent.

Grosse Verluste und fehlende Investitionen

Viele Unternehmen leben von ihren Reserven. Laut Swissmen-Erhebungen erwirtschafteten 23 Prozent in den letzten zwei Jahren, also nach Aufhebung des Mindestkurses, einen Verlust. «Diese Unternehmen haben keine Mittel, um in die Zukunft zu investieren. Sie leben von ihrer Substanz», schreibt Swissmem. Mittel- bis langfristig seien diese «in ihrer Existenz bedroht».

«DOK» hat drei Firmen begleitet und beobachtet, wie sie mit dieser Herausforderung umgehen – wie die PB Swiss Tools im Emmental. Sie produziert Werkzeuge wie zum Beispiel Schraubenzieher. Wegen des hohen Frankenkurses bricht der Ertrag ein. PB Swiss Tools organisiert deshalb ihre Produktion neu, damit sie nicht Personal entlassen muss.

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Eva Jaisli von PB Swiss Tools über die massiven Ertragseinbussen
Aus DOK vom 16.03.2017.
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Alle drei Firmen versuchen mit neuen Produkten, ihren Marktanteil zu verteidigen. Zum Beispiel die Firma thuba AG, die explosionsgeschützte Leuchten entwickelt. Neu baut sie LED-Leuchtkörper ein. Und deshalb kann sie trotz höherem Preis das Produkt in Deutschland erfolgreich verkaufen.

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Peter Thurnherr von thuba AG: «Über Nacht 17 Prozent teurer.»
Aus DOK vom 16.03.2017.
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«DOK» am Donnerstag

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«Unter Druck – Wie Schweizer Firmen mit der Frankenstärke kämpfen», Donnerstag, 16. März 2016, 20.05 Uhr, SRF1.

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Jean-Philippe Ducrey  (Jean-Philippe Ducrey)
    1. Der starke Franken hat nicht nur Nachteile, Ressourcen etc. können günstiger eingekauft werden 2. Die Schweiz hat mit der Schuldenbremse (der damalige SP-Bundesrat Otto Stich war stark dagegen; wäre es nach Stich gegangen, würde die Schweiz heute ein zweites Griechenland sein) ein sinnvolles, nachhaltiges Instrument geschaffen. 3. Rein Ideologie-basierte Fürze aus dem Departement Leuthard, wie die Energiewende, die LSVA, etc. schaden der Wirtschaft massiv mehr, als der starke Franken.
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  • Kommentar von nathalie wernz  (Frau Wer)
    Anstatt über den 'starken Franken' und die SNB zu jammern.., sollten wir uns mal mit den grundlegenden Fragen der Geld- + Währungspolitik befassen, die auf unser aller Leben grossen Einfluss hat: wieviel ist ein Franken wert? wie und von wem wird dieser Wert bestimmt + gesteuert? Was ist dabei die Rolle der Banken/privaten Finanzinstitute? Was sind die Auswirkungen einer in den letzten Jahren exponentiell wachsenden Differenz der Geldmenge im Verhältnis zum 'realen Wachstum'?!!
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  • Kommentar von Ernst Baumann  (1aschi)
    Ich kann mir gut vorstellen, dass der Zinssatz nach der Volksabstimmung der Rentenreform wieder steigt.
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    1. Antwort von Ernst Baumann  (1aschi)
      Vorausgesetzt, dass das Volk zur Altersvorsorge "ja" sagt. Ich glaube nicht an die Unabhängigkrit der Schweizerischen Nationalbank!