5 Idiome und eine Hochsprache: Das Rätoromanische lebt

Nichtbündner staunen immer wieder: Rätoromanisch, das sind fünf verschiedene Idiome, die sich beim Wortschatz zum Teil recht unterscheiden. Dazu gesellt sich seit 1982 die Amtssprache Rumantsch Grischun. Rätoromanisch, als vierte offiziell anerkannte Landessprache, ist geografisch zerstückelt.

Ein Kind schreibt die Idomsbezeichnungen an die Wandtafel.
Bildlegende: Rätoromanisch wird als zerstückelte Minderheitensprache gelebt. Keystone / Arno Balzarini

Rund ein halbes Prozent der Personen in der Schweiz geben Rätoromanisch als ihre Hauptsprache an. Rätoromanisch ist nicht nur in der Schweiz eine Minderheitensprache, sondern auch im eigenen Kanton Graubünden. Es wandern immer mehr Menschen aus dem engeren Sprachgebiet aus.

Rumantsch Grischun
Rumantsch Grischun ist seit 1982 die Amtssprache; eine künstliche Hochsprache, die in Amtstuben des Kantons und des Bundes sowie in den überregionalen Zeitungen und bei Radio und Fernsehen RTR geschrieben und gesprochen wird.

Die Idiome
Bündnerinnen und Bündner hängen an ihren Idiomen. Mit denen sind sie aufgewachsen. Dies widerspiegelt sich bis in die Schulen hinein: Lehrmittel sind oft im jeweiligen, regionalen Idiom verfasst. Damit ist und bleibt die rätoromanische Sprachgemeinschaft zerstückelt. Trotz allem: Rätoromanisch lebt.

Redaktion: Jürg Oehninger