Abenteuer Mehrgenerationenwohnen

In Winterthur startet die «Giesserei», die grösste selbstverwaltete Siedlung der Schweiz. Das Ereignis ist ungewöhnlich, ist doch selbstverwaltetes, selbstbestimmtes Wohnen in Genossenschaftswohnungen in der Schweiz nicht verbreitet.

Bunter Generationenmix in der «Giesserei»
Bildlegende: Bunter Generationenmix in der «Giesserei» Hannes Henz

Die neue Siedlung umfasst 155 Wohnungen und zahlreiche Gemeinschaftsräume. In diesen Tagen ziehen die ersten Mieterinnen und Mieter ein. Die «Giesserei» ist auf ehemaligem Industrieland erbaut. Sie ist nicht nur die grösste selbstverwaltete Siedlung der Schweiz, sondern auch die erste (fast) autofreie, ökologische Siedlung im Kanton Zürich. Sie ist ein Mehrgenerationenhaus, d.h. es werden dort alle Generationen wohnen, vom Baby bis zum alten Menschen.

Die Bewohnerinnen und Bewohner müssen sich selber organisieren, sei es in der Waschküche, im Treppenhaus, auf den Spielplätzen oder in den Gemeinschaftsräumen. Die «Giesserei» funktioniert wie ein kleines Quartier in der Stadt, in dem sich alle kennen und alle - verbindlich - miteinander zu tun haben: Senioren hüten kleine Kinder, jüngere Menschen machen Einkäufe für handicapierte Seniorinnen und Senioren, etc.

In der Sendung «Doppelpunkt» erzählen zukünftige Giesserei - Bewohnerinnen und Bewohner, was sie vom Experiment selbstbestimmtes Wohnen erwarten.

Moderation: Regi Sager, Redaktion: Jürg Oehninger