Bauen für die Zukunft – Innovation auf der Baustelle

Hanfstein, Lehm und Holz sind Baustoffe der Zukunft und auf Baustellen könnten bald Roboter und 3-Drucker zum Einsatz kommen. Ein erstes Gebäude aus künstlicher Hand steht in Dübendorf.

Roboter auf der Baustelle an der Arbeit.
Bildlegende: In Dübendorf ist das erste Gebäude mit Robotern gebaut worden. Keystone

Das D-Fab-House, von künstlichen Händen erbaut

Am 27. Februar wurde im NEST an der Empa in Dübendorf das erste Haus eingeweiht, das Roboter und 3D-Drucker gebaut haben. Es ist das erste Haus dieser Art weltweit. Der Architekt Matthias Kohler von der ETH, der mit einem riesigen Team aus Forschenden und Industriepartnern an diesem Projekt gearbeitet hat, ist überzeugt, dass Roboter bald Einzug auf den Baustellen halten.

Das Lehmhaus – ein uralter Werkstoff neu entdeckt

Lehm ist ein uralter Werkstoff. Lehm muss man nicht brennen wie Zement, deshalb schont Bauen mit Lehm die Umwelt. Lehm hat den grossen Vorteil, dass er ein ausgezeichnetes Raumklima schafft. Er kann Feuchtigkeit aufnehmen und langsam wieder abgeben, so wird es in Lehmhäusern nie unangenehm trocken. Lehm behält im Winter die Wärme im Haus und bleibt im Sommer angenehm kühl.

Holzbau – die grosse Hoffnung

Holz wächst nach und bindet CO2. In unseren Wäldern gibt es noch viel Holz, das sich zum Bau eignet. Deshalb liegen auf dem Holz grosse Hoffnungen. Aus mächtigen Holzträgern und komplex zusammengesetzten Holzelementen lassen sich auf einem Betonfundament auch grosse und hohe Häuser bauen.

Hanfstein – Innovation aus Österreich

Am 4. Dezember 2018 öffnete die Lieto Bar in Flims, das erste Referenzgebäude in der Schweiz mit Wänden aus Hanfstein. Hanfstein besteht aus vier Teilen Hanfholz und einem Teil gebranntem Kalk und entsteht in einem Kaltluftverfahren, das die Firma Schönthaler Baustoffe aus dem Südtirol entwickelt hat. Hanfstein hat eine negative Kohlenstoffbilanz und ist schon deshalb sehr ökologisch.

Redaktion: Yvonn Scherrer