Emil Selhofer - Fremdenlegionär und Deserteur

Der Schweizer Matrose Emil Selhofer verlässt 1944 seine Heimat. Er sucht das Abenteuer und tritt - wie viele junge Männer - in die französische Fremdenlegion ein. Dies ohne zu wissen, was ihn dort erwartet.

Als Rudy Schröder im Oktober 1948 an Hepatitis erkrankte, wurde Emil Selhofer (4. von rechts) zeitweilig Anführer des «Détachement Tell» und versuchte in jener kampffreien Zeit die Überläufer mit sportlichen Aktivitäten bei Laune zu halten.
Bildlegende: Als Rudy Schröder im Oktober 1948 an Hepatitis erkrankte, wurde Emil Selhofer (4. von rechts) zeitweilig Anführer des «Détachement Tell» und versuchte in jener kampffreien Zeit die Überläufer mit sportlichen Aktivitäten bei Laune zu halten. zvg/Bild aus «An Lac Truong Dinh»

Er zieht mit den französischen Elitetruppen in den Indochinakrieg, wo er, wie er seiner Mutter nach Zürich schreibt, «zum Verbrecher» gemacht wird. Er flüchtet und schliesst sich der vietnamesischen Befreiungsbewegung an, die den französischen Kolonialisten Widerstand leistet.

Nach mehreren Jahren in der Fremde will Emil Selhofer wieder zurück in die Schweiz, doch der Rückweg ist ihm versperrt. Seine Spur verliert sich im nordvietnamesischen Dschungel. Der junge Historiker An Lac Truong Dinh skizziert in der «Doppelpunkt»-Sendung von Sabine Bitter das intensive, aber kurze Leben des Schweizer Fremdenlegionärs und Deserteurs Emil Selhofer.

Redaktion: Sabine Bitter