Grundeinkommen für alle: Utopie oder Chance?

Wie wäre es, wenn alle Schweizer Bürger monatlich ein Grundeinkommen vom Staat bekämen, ohne Gegenleistung? Würden sich alle auf die faule Haut legen oder dennoch weiter arbeiten gehen? Diese Fragen stellen sich im Zusammenhang mit der geplanten Volksinitiative zum Grundeinkommen.

Das Grundeinkommen ersetzt und rettet so unsere Sozialwerke, sagen die Befürworter. Ein bedingungsloses Grundeinkommen ist unüberlegt, unliberal und asozial meinen die Gegner.

Was würde ein Grundeinkommen in unserer Gesellschaft verändern? Untergräbt es unsere Leistungsgesellschaft oder fördert es die soziale Gerechtigkeit und die individuelle Freiheit? Gegner und Befürworter diskutieren.

Gäste:

Hans Ruh: emeritierter Professor, Sozialethiker, ehem. Leiter des «Instituts für Sozialethik» in Zürich, ethische Unternehmensberatung und Entwicklung von ethischen Finanzprodukten.

Daniel Häni: Mitbegründer der «Initiative Grundeinkommen» (2006), Unternehmer und Kulturraumschaffender, «unternehmen mitte», Kultur- und Kaffeehaus in der ehem. Volksbank in Basel, Befürworter.

Anton Gunzinger: Ingenieur und Unternehmer «Supercomputing Systems», Prof. ETH Zürich, Befürworter.

Katja Gentinetta: Philosophin, Expertin für gesellschaftspolitische Fragen, Skeptikerin.

Beat Kappeler: Wirtschaftsexperte und Publizist, ehem. Sekretär des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, Gegner.

Hörer-Diskussion: Was würde sich mit dem Grundeinkommen ändern?

Moderation: Mike La Marr, Redaktion: Christine Schulthess