Von der Sportschule zum Bundesamt: 75 Jahre Magglingen

75 Jahre Sportschule Magglingen bedeuten 75 Jahre Sportförderung des Bundes. Klingt harmonisch. Heisst aber nicht, dass die Jahrzehnte ohne Hürden und Hindernisse ins Land zogen.

Flugaufnahme von Magglingen
Bildlegende: Im Grand Hotel (Mitte), dem Kurhaus aus dem Jahr 1877, bezog die Sportschule im 1944 die ersten Zimmer. Später kamen das Schulgebäude (1970, rechts) und das Restaurant Bellavista (2003, links) dazu. Bundesamt für Sport BASPO

Welche Rolle spielte der Bielerseewein bei der Standortsuche für die Sportschule? Wie leitete Alt-Bundesrat Adolf Ogi den Schweizer Sport mehrmals in eine neue Richtung? Und wo in Magglingen ist der Sportsgeist zu finden? Die Sendung «Doppelpunkt» zeigt das Wechselspiel zwischen Politik, Gesellschaft und Sport auf.

Was haben der Weltkrieg und die Frauendebatte mit Sport zu tun?

1944 – während des Zweiten Weltkrieges – wurde aus Magglingen die zentrale Sportschule. Das Argument der Wehrertüchtigung war für den Bund die einzige Möglichkeit, Einfluss auf die Sportförderung der Männer zu nehmen. Entsprechend militärisch geprägt waren die Anfänge.

Während des weltweiten Aufschwungs in den 1950er Jahren, erfuhr auch Magglingen eine Aufbauphase. Aufbau und Umbruch, denn neue und neuartige Phänomene beeinflussten diese Zeit: Die Frauendebatte und die Leistungssteigerung durch Doping.

Spiegelbild von Politik und Gesellschaft

In den 1980er Jahren begann für Magglingen die Suche nach der politischen Heimat. Vom Militärdepartement EMD zum Departement des Inneren EDI und zurück zum neugeschaffenen VBS – Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport. Ein Hin und Her, was für den Sport doch einen Schritt nach vorne bedeutete.

Redaktion: Brigitte Wenger