Zu viel Mundart? Zu wenig Mundart?

Geht es um Mundart oder Hochdeutsch, gehen die Wellen sofort hoch. So zum Beispiel als sich kürzlich ein Genfer Nationalrat via «NZZ am Sonntag» beklagte, er lebe seit kurzem in Bern und könne mit seinem mühsam erlernten Hochdeutsch nichts anfangen.

Die vorherrschende Mundart in der Deutschschweiz schliesse Welsche, Tessiner, aber auch Migranten aus, schrieb er weiter. Erboste Reaktionen liessen nicht lange auf sich warten.

Auch als das Bundesamt für Kommunikation vor kurzem in einer Studie zum Schluss kam, dass Personen, die des Schweizerdeutschen nicht mächtig sind, einem Grossteil der Sendungen auf DRS 1 nicht folgen können, platzten Diskussionsforen aus allen Nähten. (Hörerdiskussion auf DRS 1)

Was ist am Vorwurf dran, dass Mundart eine Vielzahl von Menschen vom Deutschschweizer Alltagsleben ausschliesst? Und: Wieso kochen die Emotionen sofort hoch, wenn es um Mundart oder Hochdeutsch geht?

Gäste:

  • Virginie Borel, Forum für Zweisprachigkeit
  • Mesut Gönç, Sprachlehrer Deutsch für Fremdsprachige
  • Henriette Vonmont, Journalistin
  • Christoph Gebel, Programmleiter DRS 1

Autor/in: Christine Hubacher