200 Milliarden Euro gegen Finanzkrise

  • Mittwoch, 26. November 2008, 18:00 Uhr
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Mittwoch, 26. November 2008, 18:00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News
  • Wiederholung:
    • Mittwoch, 26. November 2008, 19:00 Uhr, DRS 2, DRS Musikwelle und DRS 4 News

Die EU will mit einem 200- Milliarden-Euro-Programm die Wirtschaft ankurbeln.

Weitere Themen:

Der Fond für die Risikopapiere der UBS wird seinen Sitz nun doch nicht auf den Cayman-Inseln haben.

Die thailändische Regierung weist die Forderung des Militärs nach ihrem Rücktritt zurück.

In der Schweiz sollen in Zukunft alle Fernsehsender Werbung für Bier und Wein senden dürfen.

Beiträge

  • 200 Milliarden Euro für EU-Wirtschaft

    Um Europa vor einer schweren Rezession zu schützen, schlägt die EU-Kommission ein Konjunkturprogramm im Wert von 200 Milliarden Euro vor. Damit soll die Wirtschaft gestützt werden.

    170 Milliarden Euro sollen EU-Staaten beisteuern
    Der Plan sieht vor, dass 170 Milliarden Euro von den EU-Mitgliedstaaten selbst bezahlt werden. Das sind durchschnittlich 1,2 Prozent des Bruttoinlandprodukts. 30 Milliarden Euro kommen aus dem EU-Gemeinschaftsbudget, um der Wirtschaft wieder auf die Beine zu helfen.

    Brüsseler Rezeptliste gegen Wirtschaftskrise

    Den EU-Ländern schlägt die Kommission vor, die Mehrwertsteuer zu senken. Zudem sollen bürokratische Hemmschwellen zur Gründung neuer Unternehmen abgebaut, und mehr in Infrastruktur und Umweltschutz zu investieren.

    Thomas Oberer und Markus Mugglin

  • Auffangfonds für UBS-Risikopapiere in Bern

    Der Auffangfonds für die Risikopapiere der Grossbank UBS wird seinen Sitz nun doch nicht auf den Cayman-Inseln haben, sondern in Bern. Der Fonds ist Teil des staatlichen Hilfspakets für die UBS.

    60 Milliarden für unverkäufliche Wertpapiere

    Die Nationalbank gründet nun eine Zweckgesellschaft, welche die zurzeit unverkäuflichen UBS-Papiere im Wert von bis zu 60 Milliarden Dollar übernehmen soll. Die Gesellschaft heisst ««SNB StabFund Kommanditengesellschaft für kollektive Anlagen» und wird vollständig von der Nationalbank kontrolliert.

    UBS-Aktiven per Ende März 2009 ausgelagert

    Die Auffanggesellschaft übernimmt Risikopapiere der UBS für maximal 60 Milliarden Dollar zu den Preisen von Ende September. Die Übernahme erfolgt entweder zum Buchwert oder zu einem Wert, den die SNB aufgrund unabhängiger Expertisen festlegt. Die Übertragung soll bis Ende März erfolgen, das Management der Papiere nimmt bis auf weiteres die UBS wahr.

    Priscilla Imboden

  • Thailands Regierungschef lehnt Rücktritt ab

    In Thailand hat die Regierung die Forderung des Militärs nach ihrem Rücktritt zurückgewiesen. Auch würden weder das Parlament aufgelöst noch Neuwahlen ausgerufen.

    Die Regierung und das Parlament seien demokratisch gewählt worden und blieben deshalb im Amt, erklärte der thailändische Ministerpräsident Somchai Wongsawat.

    Armeechef fordert Rücktritt

    Anupong Paojinda, der thailändische Armeechef, hatte zuvor von Somchai verlangt, er müsse das Parlament auflösen und Neuwahlen ausrufen, um die seit Wochen anhaltenden politischen Krise zu lösen. Die Demonstranten forderte er auf, ihre seit Wochen anhaltenden Proteste zu beenden und den besetzten Flughafen in Bangkok zu räumen.

    Martin Durrer

  • Bundesrat will Alkoholwerbeverbot aufweichen

    In der Schweiz sollen in Zukunft alle Fernsehsender Werbung für Bier und Wein senden dürfen. Der Bundesrat schlägt dem Parlament vor, das Alkoholwerbeverbot im Radio- und Fernsehgesetz entsprechend zu ändern.

    Teilnahme am EU-Filmförderungsprogramm ermöglichen
    Mit der Lockerung solle eine Benachteiligung der Schweiz gegenüber ausländischen TV-Werbefenstern vermieden werden. Die Lockerung sei ausserdem nötig, damit die Schweiz vom Filmförderungs-Programm Media der Europäischen Union profitieren könne.

    Andere Verbote bleiben Gemäss der neuen Botschaft des Bundesrates soll das Verbot religiöser und politischer Werbung sowie die Werbung für Spirituosen und Mischgetränke wie Alcopops bestehen bleiben.

    Nathalie Christen

  • Stasi bei ARD und ZDF

    Bei ARD und ZDF sassen DDR Agenten in der ersten Reihe und versuchten Einfluss zu nehmen. Die westdeutschen Radio- und Fernsehsender konnten nämlich in weiten Teilen der DDR problemlos empfangen werden.

    West-Funk als Feind

    Das Ostberliner Regime sah im West-Rundfunk den gefährlichsten Feind überhaupt und unternahm gewaltige Anstrengungen, um ARD und ZDF zu infiltrieren und zu manipulieren.

    Bescheidener Erfolg

    Das Hauptziel, eine effektive Unterwanderung, hat die Stasi nicht erreicht. Allerdings wurden ARD-Korrespondenten in Ost-Berlin von den DDR-Behörden, vor allem von der Stasi, schikaniert und waren ständigen Versuchen ausgesetzt, ihre Tätigkeit einzuschränken. Bei den ARD-Anstalten verschaffte sich die Stasi einen breiten Überblick über Strukturen und Personen, bis hin zu banalen Details.

    Fredy Gsteiger

  • Gefährlicher Kampf für Menschenrechte in Usbekistan

    Die usbekische Bürgerrechtlerin Mutabar Tadjibaeva ist vor kurzem für ihren Einsatz um die Menschenrechte mit dem hochdotierten Martin-Ennals-Preis ausgezeichnet worden.

    Die 45-jährige Usbekin hatte nach dem Massaker in der usbekischen Stadt Andischan mit Hunderten Toten im Jahr 2005 offene Kritik an der Regierung geübt und war daraufhin für drei Jahre inhaftiert worden.

    «Menschenrechtsarbeit in Usbekistan bedeutet etwa das Gleiche, wie eine wilde, giftige Schlange zu beschwören. Der flötende Menschenrechtler weiss nie, wann die Schlange zubeisst. Und hier wissen wir nicht, wann und weshalb das Regime zuschlägt», so Tadjibaeva.

    Brigitte Zingg

  • Nächstenliebe wird Thema der Wissenschaft

    An der Universität Basel ist das erste interdisziplinäre Zentrum für Philanthropie und Stiftungswesen in der Schweiz eröffnet worden. Menschenfreundlichkeit soll wissenschaftlich untersucht werden.

    In keinem anderen Land gibt es pro Kopf mehr gemeinnütziges Stiftungskapital wie in der Schweiz. Pro Jahr werden rund eine Milliarde Franken ausgeschüttet. Das entspricht rund zwei Prozent des gesamten Bundeshaushaltes.

    Da erstaunt es kaum, dass Stiftungen und Gemeinnützigkeit nun auch wissenschaftlich untersucht werden. Ziel des Centre for Philanthropy Studies (CEPS) ist, eine wissenschaftlich fundierte Forschung, Weiterbildung und Dienstleistung im Stiftungswesen zu fördern und anzubieten.

    Beat Giger

Moderation: Martin Durrer, Redaktion: Roman Fillinger