Millionen leiden wegen Lärm – tun die Kantone zu wenig?

Mehr als eine Million Schweizerinnen und Schweizer leben an einer Strasse, die lärmiger ist als das Gesetz erlaubt. Die Lärmliga hat kürzlich enthüllt: Kantone drücken sich vor Sanierungen mit einem Bürokratentrick. Ist eine Lärmsanierung nicht wirtschaftlich, muss sie nicht gemacht werden.

Verkehrslärm kann krank machen
Bildlegende: Verkehrslärm kann krank machen Keystone

Trotz 1.8 Milliarden Kosten schützten die Sanierungsprogramme nur rund 235'000 von rund einer Million Menschen, die an lärmigen Strassen leben. Und Lärm macht krank. Gemäss Grenzwert der Weltgesundheitsorganisation WHO seien in der Schweiz gar vier Millionen Menschen von krankmachendem Lärm betroffen, sagt die Lärmliga.

Die Kantone entgegnen: Dass die gesetzlichen Grenzwerte überall in der Schweiz eingehalten werden können, sei «utopisch». Es gebe Fälle, wo die Strassenlärmbelastung einfach zu hoch sei.

Tun die Behörden zu wenig, um krankmachenden Lärm den Riegel zu schieben?

Gäste:

  • Hanspeter Gloor, Leiter Sektion Lärmsanierung Kanton AG, Vorstand Cercle Bruit
  • Peter Ettler, Präsident Lärmliga Schweiz

Redaktion: Yvonne Hafner / Online: Barbara Kohler