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Eishockey-WM 2026 Jeden Tag ein neues Studio – unterwegs mit dem WM-Magazin

17 Tage, 17 Sendungen, zwei Kameramänner: Das tägliche WM-Magazin von SRF beleuchtet die Eishockey-WM und sendet jeden Tag von einem anderen Ort in der Schweiz. «Hallo SRF!» hat bei der Produktion der Sendung hinter die Kulissen geschaut.

Zwei Männer betrachten eine Kamera auf einem Stativ.
Legende: Das Produktionsteam hinter der Sendung (v. l.): Jonas Weinhold und Jonas Bolli SRF/Florian Ott

Während 17 Tagen touren Jonas Bolli und Jonas Weinhold zusammen durch die Schweiz. Mit Scheinwerfern, etlichen Kabelrollen und Mischpult-ähnlichen Geräten würden sie auch als Band durchgehen. Doch statt der E-Gitarre sind sie mit Kameras unterwegs. Die beiden SRF-Kameramänner verantworten die Technik für das «Eishockey-WM 2026 Magazin» und sind täglich an einem neuen Drehort anzutreffen.

Die Konstante bildet der Airstream-Wohnwagen, der je nach Wetterverhältnissen als ansehnliche Kulisse oder schützendes Studio eingesetzt wird. Die Schlafstätte von Jonas Bolli und Jonas Weinhold ist abhängig von der Nähe zum Wohnort ihr eigenes Zuhause oder ein Hotel mit einem genügend grossen Parkplatz. Schliesslich benötigt auch der Wohnwagen eine Übernachtungsmöglichkeit.

Über das WM-Magazin

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Das WM-Magazin macht täglich an einem anderen speziellen Ort in der Schweiz Halt. Fabienne Gyr und Lukas Studer empfangen im mobilen Studio prominente Gäste, vertiefen den WM-Tag und bieten Hintergründe zur WM.

«Eishockey-WM 2026 Magazin», SRF zwei, 19.15 Uhr
Alle Folgen des Magazins auf
Play SRF

Ein Jonas als Kameramann

Um 14.30 Uhr kommen die beiden Jonas am Drehort bei der Brauerei an. Als erstes werden sogleich die Drohnenaufnahmen gemacht und die letzten Meter der Hinfahrt mit dem Wohnwagen nachgestellt.

«Die Arbeitstage sind lang, jeden Tag an einem anderen Ort zu sein, das ist schon auch anstrengend. Nach dem ersten Wochenende habe ich realisiert, dass es noch zwei Wochen so weitergeht», erzählt Jonas Weinhold. Der 42-Jährige agiert in den ersten Sendungen als Kameramann. Vor Ort platziert und führt er die Kameras und sorgt je nach Umgebung und Sendungsablauf für die passenden Lichtverhältnisse.

Sendungsbesprechung vor Ort

Der Ablauf der Sendung wird um 15.30 Uhr bei einer Regiebesprechung direkt vor Ort festgelegt. Fabienne Gyr und die beiden Kameramänner sind telefonisch mit der Redaktion verbunden. Gemeinsam diskutieren sie, wann, wo, welche Inhalte mit welcher Kamera gedreht werden. Dabei soll auch die Umgebung bestmöglich eingebaut werden – in diesem Fall die bildstarke Infrastruktur der Brauerei.

Gruppe von Menschen bei Diskussion vor einer Bar mit Getränkekarte.
Legende: Das Produktionsteam in der Besprechung mit den Geschäftsführern der Brauerei Oerlikon. SRF/Florian Ott

«Die Live-Produktion vor Ort bietet mir ganz andere Möglichkeiten, Themen zu erzählen», beschreibt Fabienne Gyr den Unterschied zu herkömmlichen Studio-Sendungen. Die 38-Jährige ist diese Situation bereits gewohnt, etwa vom «Samschtig-Jass».

Für das WM-Magazin muss sie als Moderatorin flexibler und kreativer sein: «Ich stehe in der Mitte zwischen der Redaktion und Technik. Vieles wird erst kurzfristig vor Ort festgelegt.» So etwa auch die Idee, dass Mathias Seger als Gast zum Einstieg mit seinem Kuriervelo ins Bild fährt.

Die letzten Vorbereitungen trifft Fabienne Gyr erst am Tag der Sendung, um so auch Resultate von den Spielen am Vortag und am Nachmittag in der Sendung mitaufnehmen zu können. «Meistens bereite ich das gesamte Gespräch mit dem Gast selbstständig vor und stimme mich inhaltlich mit der Redaktion ab», führt die Moderatorin aus.

Frau bei Interview in einer Abfüllanlage, hält Weinglas.
Legende: Die Moderatorin Fabienne Gyr wird auch beim Aufzeichnen der Vorschau für die Sendung von Jonas Weinhold in der Brauerei gefilmt. SRF/Florian Ott

Der andere Jonas als Cutter

Währenddessen baut Jonas Bolli die nötige Infrastruktur auf. Ein lokales WLAN verbindet all die Kameras und Geräte miteinander. Dafür werden 5G-SIM-Karten eingesetzt. Zur Absicherung hat Jonas Bolli auch einen Starlink-Empfänger im Gepäck. Mit diesem könnte er im Havariefall auf ein Satellitennetzwerk zugreifen.

Der 39-Jährige ist während der Sendung im Produktionswagen und schneidet die Bilder der Kameras direkt vor Ort auf dem Display. «Ich stehe über Funk immer mit Jonas, Fabienne und der Regie in Zürich in Verbindung», sagt Jonas Bolli. Im WM-Magazin, das ab 19.15 Uhr läuft, ist davon nichts zu sehen oder hören – anders im Produktionswagen selbst. Im Stil eines Regisseurs wählt er aus den vier Kameras laufend das beste Bild und spricht dabei stets mit Jonas Weinhold.

Vorbereitungen für die Produktion

Bereits vor der ersten Sendung haben die beiden Kameramänner viel Zeit zusammen verbracht. Während vier Tagen haben sie den Airstream eingerichtet, technisches Equipment vorbereitet und Szenarien für die Produktion durchgespielt. Die 30-minütige Sendung wird durch die beiden, Fabienne Gyr oder Lukas Studer und eine Person in der Regie produziert. Dies ist deutlich weniger Personal als bei vergleichbaren Sendungen, wie Jonas Weinhold erklärt. Und er schiebt nach: «Wir werden als Team immer eingespielter.»

Zwei Männer stehen vor einem mit Filmgerät beladenen Van.
Legende: Auch bei den Vorbereitungen für die Produktion in der Brauerei stehen die beiden Jonas stetig im Austausch und diskutieren, welche filmischen Möglichkeiten die Lokalität bietet. SRF/Florian Ott

Stetige Weiterentwicklung

Nach der Sendung, kurz vor 20 Uhr, gilt es für Jonas Bolli und Jonas Weinhold, die verlegten Kabel aufzurollen, die Kameras und Scheinwerfer möglichst rasch abzubauen und das Material so zu verstauen, dass es für den nächsten Tag bereit ist. Ein kurzer Austausch zwischen ihnen und Fabienne Gyr zeigt: Die Sendung ist geglückt.

Inmitten des Aufräumens tauschen die beiden Jonas ihre Gedanken zur Produktion aus. Sie entdecken nach jeder Durchführung Verbesserungsmöglichkeiten. «Wir befinden uns in einem Labormodus, testen neue Dinge und lernen während der Produktion», sagt Jonas Bolli. Und Jonas Weinhold ergänzt: «Wir werden jeden Tag besser. Wir passen uns so lange an, bis wir am Ende perfekt sind – und die WM vorbei ist.»

Mann filmt lächelndes Paar in Brauerei mit Kegs im Hintergrund.
Legende: Die letzte Szene des WM-Magazins: Fabienne Gyr und Mathias Seger in der Brauerei bei einem alkoholfreien Bier. SRF/Florian Ott

«Eishockey-WM 2026 Magazin» ; 

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