3+4/4: «Der Apfel fällt nicht weit vom Krieg»

  • Sonntag, 31. März 2019, 17:06 Uhr, Radio SRF 2 Kultur
Sendetermine
  • Erste Ausstrahlung:
    • Sonntag, 31. März 2019, 17:06 Uhr, Radio SRF 2 Kultur

Gibt es einen Zusammenhang zwischen den Terroranschlägen von 2015 und den blutigen Auseinandersetzungen 1961 in Paris? Und was hat die Résistance damit zu tun? Auf der Suche nach Erklärungen für den Mord an seinem Grossvater erhält François Pérache unschöne Antworten auf unbequeme Fragen. 

Das Bataclan in Paris.
Bildlegende: Das Bataclan in Paris. Keystone / Kamil Zihnioglu

Von François Pérache und Sabine Zovighian. «Nur Folterknechte werden bestraft» - so lautete die Botschaft der algerischen Unabhängigkeitsbewegung FLN nach der Ermordung des französischen Polizisten George Pérache im Oktober 1961 in Paris. War dieser also gar kein zufälliges Opfer?

Als sein Enkel François Pérache sich auf die Suche nach den Hintergründen der Tat macht und Genaueres über die Aufgaben des Grossvaters erfahren will, stösst er auf eine Mauer des Schweigens.

Denn die Auseinandersetzungen von 1961, als der Algerienkrieg auch in den Strassen von Paris ausgefochten wurde, ist aus dem kollektiven Gedächtnis Frankreichs gestrichen.

Und dass der damalige französische Polizeipräsident, Maurice Papon, ein Nazikollaborateur und Kriegsverbrecher war, macht die Recherche für François Pérache bestimmt nicht einfacher.

SRF sendet am 31.03.3019 die Folgen drei und vier (Folge 3: «Bei Anruf Mord»; Folge 4: «Bittersüsse Geschichtsstunde»). Die Folgen eins und zwei werden am Sonntag, 24.03.2019, ebenfalls 17Uhr ausgestrahlt (Folge 1: «Sohn, Steine Scherben» und Folge 2: «Der Kommissar geht um»).

Mit: François Pérache (François), Sigrid Burkholder (Sylvie Thenault), Khalid Bounouar (Rapper), Jörg Hustiak (Maurice Papon) u.a.

Übertragung und Regie: Annika Erichsen - Tontechnik: Daniel Dietmann und Ulrike Wiebelitz - Französische Originalfassung: arte radio - Produktion: WDR 2018 - Dauer: 53'

Dieses Hörspiel in 4 Folgen seht Ihnen beim WDR für eine begrenzte Zeit zum Nachhören zur Verfügung.

Redaktion: Katrin Zipse