«Besser gleich ins Herz» von Alexander Moltschanow

Eine Liebesgeschichte. Ein Roadmovie. Ausgeschickt, um im schlimmsten Falle ein Mörder zu werden, entwickelt sich der von Selbstzweifeln und Ängsten gepeinigte Andrej als ein zu allem entschlossener Romeo.

Schwäne auf einem See: Die Hälse bilden ein Herz.
Bildlegende: Eine Liebesgeschichte. Keystone

Andrej, ist ein naiver, verschüchterter Student aus der Provinz. Er hat beim Kartenspiel gegen Seka verloren, den grossen Seka, der nicht nur das Glück im Spiel gepachtet zu haben scheint, sondern auch jede Schlägerei gewinnt und die schönsten Mädchen lieben darf. Andrej soll nun für Seka Schulden eintreiben, von Mironow, der sich vor ihm in sein Dorf verkrochen hat. Andrej soll diesen Mironow sogar umbringen, wenn der nicht zahlen will, und damit er nicht auch einfach abhaut, gibt Seka ihm seine Freundin Oxana mit.

Und so finden sich die beiden gemeinsam auf einer erzwungenen Reise wieder, auf der sie sich zunächst verachten und piesacken, dann aber allmählich Gefallen aneinander finden und schliesslich einen Ausweg aus der vertrackten Situation suchen. Witzig, emotional, und dramaturgisch gekonnt erzählt.

Mit: Kathrin Wichmann (Oxana), Mirco Kreibich (Andrej), Michael Klammer (Seka) und Franziska Troegner (Mutter)

Aus dem Russischen von Manuela Lachmann - Musik: Maria und Michael Hinze - Regie: Steffen Moratz - Produktion: MDR 2014 - Dauer: 55'

Alexander Moltschanow (geboren 1974) ist Journalist, Drehbuchautor und Dramatiker. Sein Theaterstück «Mörder» (die Vorlage für das Hörspiel «Besser gleich ins Herz») ist in Russland sehr erfolgreich, es wurde mit mehreren Preisen geehrt und läuft an zahlreichen Bühnen des Landes. Die deutschsprachige Erstaufführung fand 2013 am Staatstheater Mainz statt. Moltschanow lebt in Moskau.

Redaktion: Susanne Heising