«Der Russe aus Nizza» von Leif Davidsen 1/2

Eine Kreuzfahrt nach Russland - warum nicht, sagt sich Marcus. Zumal seine Frau Nathalie ja gebürtige Russin ist. Doch schon beim ersten Landgang verschwindet Nathalie spurlos. Marcus beginnt, sie auf eigene Faust zu suchen, mit der Hilfe eines Strassenjungen und eines zwielichtigen Geschäftsmannes.

Der Rote Platz in Moskau
Bildlegende: Die Kreuzfahrt-Idylle ist bald vorbei: Nathalie verschwindet in Russland spurlos. Reuters

Leif Davidsens Hörspiel klopft ab, was unter der Oberfläche steckt. Was als launige Beziehungskomödie beginnt, entwickelt sich zu einem handfesten Thriller: Von der harmlosen Kreuzfahrt geht die Reise ins korrupte Russland der Nuller-Jahre. Und immer wenn man glaubt, verstanden zu haben, geht es noch einen Dreh weiter. Und schliesslich führen alle Fäden zur Geiselnahme im Moskauer Dubrowka-Theater, bei der tschetschenische Terroristen 2002 über 800 Menschen in ihre Gewalt brachten.

Mit: Fabian Busch (Marcus Hoffmann), Katerina Poladjan (Nathalie), Felix von Manteuffel (Vater), Ulrich Gebauer (Victor T.), Leve Kühl (Sasha)

Aus dem Dänischen von Anne-Britt Gerecke - Musik: Jan-Peter Pflug - Bearbeitung und Regie: Sven Stricker - Produktion: NDR 2009 - Dauer Teil 1: 42', Teil 2: 44'

Leif Davidsen wurde 1950 in Otterup/Dänemark geboren. Nach dem Studium der Journalistik arbeitete er als Nachrichtenredakteur im dänischen Fernsehen sowie als Korrespondent in Moskau. Davidsens fundierte Kenntnisse - vom postsowjetischen Russland oder auch dem Balkankonflikt - lässt er in seine Romane einfliessen; zuletzt erschien «Die Wahrheit stirbt zuletzt». Davidsen lebt und schreibt in Kopenhagen.

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Redaktion: Wolfram Höll