«Die rot Schwizeri» von Cäsar von Arx

Es geht um Mord, Selbstmord, Inzest und Liebe in allen Schattierungen, um schicksalhafte Verstrickungen, die Unschuldige zu Opfern und Tätern macht. Schauplatz ist ein Schweizer Bauerndorf im 19. Jahrhundert.

Ein Stück, 1916 geschrieben, das heute immerhin von einem Teil der Theaterwissenschaft in den Kontext mit Autoren wie Kroetz oder Mitterer gestellt wird. Die Uraufführung 1921 in Leipzig wurde zu einem riesigen Erfolg. Der Dramaturg von Arx kennt seine Griechen und versteht es gekonnt, das Heroische aufs Kleinste, auf ein bäurisches Milieu zu reduzieren, ohne dabei die Dimension, die Substanz zu verlieren.

Der Bauer hat Marei als kleines Kind – angeblich aus Barmherzigkeit – ins Haus genommen. Jetzt erwartet sie ein Kind von dessen Sohn Liberi. Dieser will Marei heiraten, doch der bettlägerige Vater verweigert seine Zustimmung, ja mehr noch: Er will Marei vom Hof jagen und seinen Sohn enterben. Damit nimmt das Schicksal seinen unausweichlichen Lauf.

Mit: Sandra Arnold (Marei, die Rot Schwizeri), Ruedi Odermatt (Bauer), Walter Sigi Arnold (Liberi, sein Sohn), Marco Schenardi (Knecht), Anita Schenardi (Magd), Joseph Arnold (Adi Infanger), Martina Fähndrich (Vreneli), Marius Tresoldi (Kind)

Musik: Jonas C. Haefeli - Hörspielfassung und Regie: Buschi Luginbühl - Produktion: SRF 1999 - Dauer: 48'

Redaktion: Simone Karpf