«Er ist mir lieb wie der Abendstern» von Geri Dillier

«Stanser Pädophilenprozess» von 1902: Der katholische Priester und Publizist Heinrich Federer soll unzüchtige Handlungen mit einem minderjährigen Knaben begangen haben. Was ist tatsächlich vorgefallen? War Federer ein Kinderschänder, wie damals überall zu lesen war?

Heinrich Federer (1866-1928)
Bildlegende: Heinrich Federer (1866-1928) Wikipedia

Geri Dilliers Bestreben ist es, den Fall so differenziert auszubreiten, wie es mit den vorhandenen Dokumenten möglich ist. So lässt er den angeklagten Federer zu Wort kommen, aber auch Zeugen, den betroffenen Knaben Emil, den Ankläger, den Staatsanwalt, die Presse.

Ausserdem stellt er mit ausgewählten Zitaten einen Bezug zum literarischen Werk von Heinrich Federer her, der zwischen 1910 und 1930 zu den meistgelesenen und bekanntesten Schweizer Autoren zählte.

Ausführlich dargestellt wird der Gerichtsfall Heinrich Federer im lesenswerten Buch «Der Fall Federer» von Pirmin Meier, Ammann Verlag Zürich, 2002.

Mit: Hanspeter Müller-Drossaart (Federer), Ueli Jäggi (Kommentator), Yannick Bormuth (Emil B.), Peter Kner (Sprecher literarische Zitate), Heiner Hitz (Sprecher Presse-Zitate), Marco Schenardi (Staatsanwalt), Franziskus Abgottspon (Oberrichter), Daniel Kasztura (Anwalt Lussi), Martin Hug (Herr Bodmer), Charlotte Joss (Frau Bodmer), Peter Fischli (Herr Strehler), Jürgen Brügger (Verhörrichter Zürich), Werner Blättler (Verhörrichter Nidwalden), Vito Fässler (Knabe Weber)

Musik: Michael Wernli - Regie: Geri Dillier - Produktion: SRF 2008 - Dauer: 46'

Redaktion: Isabel Schaerer