«Es Läbe lang dr Gring am Bode u nie e Glogge ume Haus»

Vor über 20 Jahren begleitete der Luzerner Autor Heinz Stalder pensionierte Knechte an den traditionellen Jahresausflug ihres kantonalbernischen Verbandes.

Eine Kuh auf der Wiese.
Bildlegende: «Es Läbe lang dr Gring am Bode u nie e Glogge ume Haus» Colourbox

Mit zwei Cars fuhr man ins Welschland, man kehrte ein, schimpfte über die «Soucheibe vo Puure» und über die «z'Bärn obe», man fuhr weiter Richtung Grenze, durch die Fenster sah man Kühe ohne Glocken.

Man träumte von schönen «Meitschi» jenseits der Grenze, kehrte nochmals ein, «brünzelte» im Pissoir dem daneben ans Bein, lachte, stichelte, und nach einem letzten Halt mit Tombola und Coup Dänemark war man wieder zu Hause.

Heinz Stalder hat notiert, was und wie sie reden, die Knechte, und daraus einen wunderbar komischen, poetisch-verschrobenen Text voller Sprachkraft gemacht. Einen Text, der mit der Sprache der Unterhunde eine Welt aufbaut. Die Welt jener, die sich ein Leben lang bücken mussten.

Mit: Ueli Jäggi (Erzähler), Max Begert (Knecht), Paul-Felix Binz (Knecht), Ueli Eichenberger (Knecht), Dieter Stoll (Reiseleiter)

 Musik: Hans Hassler - Regie: Fritz Zaugg - Produktion: SRF 1996 - Dauer: 35'

Redaktion: Simone Karpf