«I heisse Bärger» von Gerhard Aberle

Berger wacht auf, ein ganz gewöhnlicher Arbeitstag beginnt. Er ist Primarlehrer in einem Dorf des unteren Emmentals. Er hat eine nette Familie und ein hübsches Eigenheim und ist geachtet bei den Leuten. Aber noch im Bett überfällt ihn eine fürchterliche Erinnerung an die vergangene Nacht.

Stadtbild von München
Bildlegende: Gerhard Aberle, geboren 1929 in Brünn, kam mit 16 Jahren nach München, wo er die Schule beendete und Theaterwissenschaften studierte. imago / Westend61

Berger hat in der Nacht mit seinem Auto ein Mädchen, eine seiner Schülerinnen, gestreift. Das Mädchen ist gestürzt und war sofort tot. Von Panik ergriffen hat er Fahrerflucht begangen. Und jetzt ist alles anders. In seinem Kopf nagt das schlechte Gewissen und flirren Gedanken der Verzweiflung.
Von Panik erfasst, ist Berger unfähig, sich zu stellen. Er schiebt die Entscheidung von Stunde zu Stunde auf, verhält sich am nächsten Tag wie an anderen Tagen, geht zur Schule, gibt Unterricht. Die Zeitspanne, die er sich selbst gesetzt hat und an deren Ende seine Entscheidung stehen muss, wird immer kürzer ...

Mit: Franz Matter (Bärger), Silvia Jost (Marianne), Ellen Widmann (Frau Fankhauser), Dieter Stoll (Schärer), Paul-Felix Binz (Müller) sowie Susi Aeberhard, Birgit Steinegger, Ivo Cassini, Annemarie von Wattenwyl, Renato Cibolini, Hans Gaugler, Heinz Haussener, Erwin Kohlund, Hans Heinz Moser und Schüler aus Belp

Dialektfassung: E.Y. Meyer - Tontechnik: Aldo Gardini, Vreny Rupp
Regie: Matthias von Spallart - Produktion: SRF 1977 - Dauer: 80'

Gerhard Aberle, geboren 1929 in Brünn, kam mit 16 Jahren nach München, wo er die Schule beendete und Theaterwissenschaften studierte. Danach arbeitete er als Journalist, Kinderbuch- und Rundfunk-autor. So schrieb er für den Bayerischen Rundfunk 1978 eine Sendereihe unter dem Titel «Der Mensch auf dem Prüfstand. Nutzen und Grenzen von Intelligenz- und Persönlichkeitstests». 1973 veröffentlichte er seinen einzigen Roman mit dem Titel «Die Memorabilien des Herrn Herbert Wenzel Franz Hieronymus von Radeschin». Aberle starb 1993 in München.

Redaktion: Johannes Mayr