«Prima La Donna» von Thomas Voigt

Ein amüsanter Blick hinter die Kulissen: Vier Primadonnen der 1950er- und 1960er-Jahre öffnen die Pforte zum Palast der grossen Gefühle: Mit Klängen, die aufwühlen und erotisieren. Mit Worten, die faszinieren und verstören.

Vier Frauen, die emotional extreme Höhen und Tiefen erlebt haben, beruflich und privat, lassen die Masken fallen. Vier der ganz grossen Opernsängerinnen des letzten Jahrhunderts. Sie alle sangen zur Zeit der Callas und konnten der «Primadonna assoluta» etwas Eigenständiges entgegensetzen.

Thomas Voigt, Filmemacher und Autor aus Köln, liebt und lebt die Oper und ist ein anerkannter Experte für Werk und Interpretation. Den vier Sängerinnen ist er über Jahre hinweg immer wieder persönlich begegnet. Mit ihnen führte er nahe Gespräche, die in bisher unveröffentlichten Mitschnitten diesem Hörspiel zugrunde liegen.

In Verbindung mit Arien-Ausschnitten der Diven und zusammen mit den fesselnd liebevollen, innigen und sogar stimmlich empathischen Erzählungen des Autors wird daraus selbst eine Opernminiatur über diese Frauen – über Aufstieg und Fall, Liebe und Leid, Intrigen und Tod, getragen von Kenntnis, von Verehrung und Humor.

«Prima La Donna» wurde im April 2010 von der Jury der Deutschen Akademie der Darstellenden Künste zum Hörspiel des Monats gewählt.

Mit: Martha Mödl, Leonie Rysanek, Elisabeth Schwarzkopf, Ljuba Welitsch und Thomas Voigt - Komposition: Haarmann - Tontechnik: Benno Müller vom Hofe - Regie: Thomas Wolfertz - Produktion: WDR 2010 - Dauer: 52'

Thomas Voigt, geboren 1960 in Hagen/Westfalen, studierte Germanistik, Evangelische Theologie und Soziologie in Bochum. Er war Redakteur der Zeitschrift Opernwelt und Chefredakteur des Klassik-Magazins Fono Forum und arbeitet seit 2004 als freischaffender Journalist, Dozent und Moderator.

Redaktion: Mark Ginzler