«Warum das Kind in der Polenta kocht» von Aglaja Veteranyi

Ein Zirkuskind erzählt seine Geschichte. Eindrücklich und ohne jede Sentimentalität. Es ist eine Geschichte, in der Fremdsein und die ständige Angst um die Mutter, die allabendlich über der Manege hängt, allgegenwärtig sind.

Frau schwebt frei in der Luft während einer Zirkusvorführung.
Bildlegende: Die Angst um die Mutter ist allgegenwärtig. keystone

Das Kind einer rumänischen Artistenfamilie lebt in zwei Welten, der farbig verklärten Heimat von Zirkus und Wohnwagen und der harten Wirklichkeit des ständigen Fremd- und Unterwegsseins. Voller Illusionen ist die Familie den Verheissungen des Westens gefolgt: Ein grosses Haus soll gekauft, die Tochter ein Filmstar werden. Doch es kommt anders. Und die Geschichten vom Kind, das in der Polenta kocht, die die Geschwister sich als Gegengift gegen die bitteren Erfahrungen erzählen, werden immer grausiger.

Mit: Mit Bettina Hoppe (Ich 2), Rebecca Klingenberg (Ich 1), Julia Schmidt (Ich 3), Katja Reinke (Mutter), Thomas Douglas (Vater), Lislot Frei (Hitz), Noëmi Gradwohl (Schnyder)

Musik: Jonas Kocher - Hörspielfassung und Regie: Simona Ryser - Produktion: SRF 2010 - Dauer: 70'

Aglaja Veteranyi (1962 - 2002) entstammte einer rumänischen Familie von Zirkusartisten. 1967 floh die Familie aus Rumänien und liess sich schliesslich in der Schweiz nieder. Seit 1982 lebte Veteranyi als freie Schriftstellerin und Schauspielerin in Zürich. 2002 wählte sie den Freitod.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen auf unserer Internetseite nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.

Redaktion: Johannes Mayr