«Wel si sich eso gärn gha hänn» von Michel Gosselin

Ein ergreifender Dialog zwischen Vater und Sohn vorm Einschlafen. Der Junge stellt Fragen, warum Vater und Mutter nicht mehr zusammenleben. Die Fragen treffen ins Mark. Um Antworten ringend, erzählt der Vater eine scheinbar erfundene Geschichte. Der Junge ahnt die Wahrheit dahinter.

Auf Teer ist mit bunter Kreide und in kindlicher Art eine Familie gezeichnet.
Bildlegende: Wie erklärt man dem eigenen Kind das Ende des Familienglücks. Colourbox

«Es ist Michel Gosselin sehr überzeugend gelungen, die Angst des Mannes vor wirklich persönlichen Aussagen deutlich werden zu lassen und zugleich die Hartnäckigkeit des Kindes zu zeigen, das sich nicht ernstgenommen fühlt und auf seinen Rechten besteht. Entscheidend wurde aber, wie die Regie es verstanden hat, die verzweifelte Gespanntheit des Mannes, die sich erst am Schluss vorsichtig lösen darf, und die unwahrscheinliche Sensibilität, mit der das Kind auf jeden Situations- und Stimmungswechsel antwortet, den Darstellern zu vermitteln. Eine bemerkenswerte Leistung.» (Aus der Rezension des Hörspiels in der NZZ vom 22.11.1980)

Mit: Stephan Heilmann (Bappi), David Rippmann (Niggi), Roger Coulin (Alex)

Übersetzung ins Baseldeutsche: Claude Pierre Salmony
Musik: Eduale Y Nomlas - Tontechnik: Ernst Neukomm und Angelika Itten - Regie: Claude Pierre Salmony - Produktion: SRF 1980 - Dauer: 32'

Michel Gosselin, geboren 1946 im Kanadischen Acton Vale, ist ein frankokanadischer Schriftsteller und Publizist. Lehrte Literatur an der Universität von Sherbrooke.

Aus urheberrechtlichen Gründen können wir Ihnen auf unserer Internetseite nur einen Ausschnitt des Hörspiels anbieten.

Redaktion: Mark Ginzler