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«Espresso Aha!»: Weshalb gibt es mehr Sektoren an den Bahnhöfen?
Aus Espresso vom 23.09.2019.
abspielen. Laufzeit 03:33 Minuten.
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«Espresso Aha!» A bis H: Weshalb gibt es immer mehr Sektoren an den Bahnhöfen?

Damit Reisende auch bei langen Zugskompositionen zügig ihren Wagen finden, verfeinern die SBB nun die Sektoreinteilung.

«Erste Klasse: Sektoren B, C, D und E; zweite Klasse: Sektoren A, D, E, G und H; Speisewagen: Sektor F» - in Winterthur zum Beispiel oder in Arth-Goldau dauern die Durchsagen bei langen Zügen neuerdings länger. In anderen wichtigen Bahnhöfen wie etwa Bern oder Zürich gibt es hingegen nur vier Sektoren. Ein Hörer des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» möchte wissen, was es mit dieser unterschiedlichen Einteilung wohl auf sich habe.

A bis H: Verfeinerte Einteilung an grösseren Bahnhöfen

A bis H – das soll in Zukunft an allen grösseren Bahnhöfen der Schweiz die Regel sein, erklärt SBB-Mediensprecher Reto Schärli. Die SBB habe entschieden, die Einteilung zu verfeinern, damit die Passagiere auch bei den bis zu 300 Meter langen S-Bahnzügen und gar 400 Meter langen Intercity-Kompositionen zügig den passenden Wagen finden

«Espresso Aha!»

«Espresso Aha!»

Jeden Montag beantwortet die Konsum-Sendung «Espresso» auf Radio SRF 1 in der Rubrik «Aha!» eine Frage aus dem Publikum. Haben auch Sie eine? Stellen Sie sie!

Diese Umstellung und Vereinheitlichung gilt seit dem Jahr 2016. Bis die neue Sektorbeschriftung hingegen überall umgesetzt ist, dauert es wohl noch ein paar Jahre, so Schärli. Sie werde nämlich immer dann eingeführt, wenn ein Bahnhof umgebaut und die alten Fallblatt-Anzeigen durch neue Digital-Anzeigen ersetzt würden.

Neu soll in Zukunft übrigens auch ein einheitlicher Abstand zwischen den Sektoren von 45 oder 60 Metern gelten – angepasst an die Perronbeleuchtung, damit die Bahnreisenden die Beschriftung auch bei Nacht sehen.

Bei kleineren Bahnhöfen, an denen nur kürzere Züge halten, mache eine derart verfeinerte Sektoreinteilung freilich keinen Sinn, erklärt der SBB-Sprecher.

Sektor A zeigt immer in Richtung Zürich

Die Schweizer Bahnhöfe sind erst seit den achtziger Jahren in Sektoren eingeteilt. Die Einteilung wurde in jedem Bahnhof etwas anders gemacht. Nur eines ist laut Reto Schärli seit eh und je einheitlich: «Sektor A zeigt immer nach Zürich. Das ist auch der wichtigste Knotenpunkt im Eisenbahnnetz.» Wobei, auch diese Regel nicht ohne Ausnahme: Im Kopfbahnhof Luzern liegt der Sektor A vorne bei Prellbock und Bahnhofshalle.