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Backup- und Datenrettungsprogramme im Test
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Computerdaten-Rettungsringe Backup- und Datenrettungsprogramme im Test

Preis/Leistung-Sieger ist ein kostenloses Backup-Programm. Den meisten Datenrettungs-Programmen kann man nicht trauen.

Ein Daten-Backup ist eine Notwendigkeit, will man bei einem Festplattendefekt oder durch unbedarftes Löschen nicht wichtige Daten verlieren.

Dazu bräuchte man nicht einmal ein separates Programm, denn eine einfache Sicherheitskopie wichtiger Daten oder ganzer Systeme lasse sich problemlos mit den Backup-Tool von Windows oder Apple erstellen, sagt Reto Widmer von der SRF-Digitalredaktion. Das Allerwichtigste sei, dass das überhaupt gemacht werde, je öfter, desto besser: «Im Minimum einmal pro Monat, lieber aber einmal pro Woche. Die Festplatte zu Hause an einen sicheren Ort verstauen und bei besonders wertvollen Daten eine zusätzliche Kopie bei den Eltern oder bei einem Kollegen deponieren», rät der Digital-Experte.

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Reto Widmer, «SRF-Digital»: «Wichtig ist, dass Backups überhaupt gemacht werden, je öfter desto besser.»
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Doch spezielle Backup-Programme bieten Komfort, indem sie gewisse Arbeitsschritte automatisch erledigen. «Zudem sparen sie auch viel Speicherplatz, weil sie die Daten komprimieren», weiss Sandra Schwarz, Multimedia-Redakteurin. Sie hat für die deutsche «Stiftung Warentest» 13 Backup-Programme auf Datensicherung und Wiederherstellung, Handhabung und Vielseitigkeit getestet. Die Noten reichten von «befriedigend» bis «sehr gut», mit einem breiten Kandidatenfeld im genügenden Bereich. Die Preise: zwischen gratis und 54 Franken für eine unbefristete Lizenz.

Das sind die besten vier Backupt-Programme:

Preis/Leistungs-Sieger ist ein Gratisprogramm

Auffällig: Auf dem zweiten Platz liegt das kostenlose Programm «Backup and Recovery» von Paragon, nur knapp hinter dem Testsieger «True Image 2021 Essential» von Acronis. «Wer auf ein paar Komfortfunktionen verzichtet, zum Beispiel dass der Computer selbständig herunterfährt, wenn das Backup beendet ist, der kann ohne weiteres auch das Gratisprogramm nehmen», sagt Sandra Schwarz.

Testtabelle

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Testtabelle

Hier geht es zu den detaillierten Testresutaten.

Doch welches ist das ideale Speichermedium für die wertvollen Daten? «Für die allermeisten ist das immer noch die gute alte Harddisk», sagt Digital-Experte Reto Widmer, denn bei ihnen sei das Verhältnis von Preis und Leistung besser als bei den schnelleren, aber teureren Festspeichern SSD. Für Technik-Affine komme aber auch ein Netzwerkspeicher NAS in Frage, besonders bei grossen Daten-Volumina und gesteigerten Sicherheitsansprüchen.

Die besten Datenrettungs-Programme:

Die meisten Datenrettungs-Programme versagten bei SSDs

Doch was tun, wenn Daten verloren gehen und kein Backup vorhanden ist? Für diesen Fall versprechen spezielle Datenrettungs-Programme schnelle und einfache Hilfe. «Stiftung Warentest» hat auch 14 Datenrettungs-Programme getestet. Diese sollten zuvor gelöschte Daten von SD-Karten, USB-Sticks und SSD-Festspeichern, wie sie oft in Laptops als System-Speicher vorkommen, wiederherstellen.

Das ernüchternde Fazit des Tests: Nur gerade der Testsieger «Data Recovery Wizard Pro» von Easeus konnte die Daten von einem SSD-Speicher retten. Alle andern versagten. Immerhin: Von SD-Karten oder USB-Sticks konnten die meisten getesteten Programme Daten retten und wiederherstellen.

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Sandra Schwarz von «Stiftung Warentest» über die Vorteile von Backup-Programmen.
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Multimedia-Redakteurin Sandra Schwarz fasst den Test so zusammen: «Manche Dateien werden gerettet, andere nicht, darum: Ein Backup ist ihr bestes Datenrettungs-Programm. Sorgen sie vor, damit sie gar nicht erst in die Bredouille kommen, so ein Datenrettungs-Programm einsetzen zu müssen!»

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Kassensturz, 02.03.2021, 21:05 Uhr

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6 Kommentare

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  • Kommentar von Franz Kengelbacher  (Consum)
    Sorry, Paragon ist nicht empfehlenswert. Diese Software merkt vorgängig! gar nicht ob auf dem Ziellaufwerk genügend Speicherplatz vorhanden ist. Stattdessen sichert sie je nach Datenmenge stundenlang um dann wahrscheinlich kein vollständiges Backup angelegt zu haben. Bei mir ist diese Software leider sofort durchgefallen.
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  • Kommentar von Franz Kengelbacher  (Consum)
    Eine gute Backup-Software müsste merken das das ZIellaufwerk nicht genügend Speicherplatz aufweist, und davor nicht beinahe stundenlang sichern. Das tut Paragon-Backup leider nicht. Darum, bei mir ist Paragon s^sofort durchgefallen.
    Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
  • Kommentar von Christoph Käser  (Chrigu.k)
    Das die SRF Digital Redaktion ein NAS als mögliches Backupmedium "empfiehlt" finde ich doch ziemlich fragwürdig. Ein NAS ist im normalfall fast 7x24 am laufen und online und somit doch vielen Gefahren ausgesetzt. Ein korrektes Backup gehört z.B. auf eine externe Festplatte welche aber auch ausgesteckt werden MUSS, nach einem Backup bis zum nächsten. Diesem Aspekt wurde leider keine Bedeutung geschenkt!
    Antwort von SRF folgt Antworten anwählen um auf den Kommentar zu antworten
    1. Antwort von Gian Duri Calonder  (calgia)
      Hallo Christoph
      Ich bin ITler in Ausbildung. 3/4 der Kunden möchten ein automatisches Backup egal ob es schlau ist, die Festplatte angeschlossen zu lassen oder nicht. Für Sie kommt das Anschliessen und entfernen vielfach nicht in Frage, weil Sie dazu zu dann die Automatik verschwinidet.

      Thema NAS, könnte ein Mehrantwortteiler geben :D
      Wenn man nur vom eigenen Netzwerk draus zugreift, ist das mit den Gefahren = 0. Der Router blockiert alles was man nicht freischaltet. 1 von 2 oder 3
    2. Antwort von Gian Duri Calonder  (calgia)
      Dass ein Router der Verkehr vom Internet eingehend blockiert. Wenn man also nichts freischaltet ist das NAS relativ gut geschützt. Wenn es von aussen erreichbar sein soll, gibt es von den 2 bekanntestesten einsteils ein Dienst der über Antwortpakete arbeitet und der einte davon eine Zusätzliche Autentifizerung möchte. Die sauberere Lösung mit Freigaben auf dem Router können u.A. im NAS eingestellt werden, dass Sie auf anderen sogenannten Ports laufen. Das macht das ganze noch sicherer. 2 von 3
    3. Antwort von Gian Duri Calonder  (calgia)
      Wenn ein Informatiker das konfiguriert, kann und tut er in der Regel achten, dass die Passwörter der Kunden nicht komplett schlecht sind :D.
      Freundliche Grüsse
      calgia