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Versandhandel Das passiert mit Ihrem Retour-Paket beim Versandhandel

Wenn man eine Bestellung zurückschickt, landet sie in der Retouren-Abteilung. Die Mitarbeiter erleben da viel kurliges.

«Es kommt immer wieder vor, dass Kunden uns bereits getragene Kleider zurückschicken», erzählt Carmen Vonella, Abteilungsleiterin Retouren beim Lehner-Versand im luzernischen Schenkon bei Sursee. Darum werde jedes zurückgeschickte Kleidungsstück genau angeschaut und geprüft.

Besonders dreist verhielt sich kürzlich eine Kundin, die ein Dirndl bestellt hatte, erinnert sich Vonella: «Sie war wohl mit dem Dirndl an einem Fest und hat es uns danach wieder zurückgeschickt. Das Kleid hat nach Rauch und Alkohol gestunken, sodass klar war, dass es getragen worden war. So konnten wir es natürlich nicht zurücknehmen.»

Also retournierte Carmen Vonella der Kundin das Dirndl und forderte sie auf, das Kleid zu bezahlen. Was diese auch tat.

Würstchen und Hanf in den Päckli

Immer wieder erleben die zehn Mitarbeiterinnen der Retouren-Abteilung kuriose Sachen. Einmal fand Vonella ein Würstchen in einem Retourenpäckli. «Da überlegt man schon, was der Kunde daheim für eine Ordnung hat. Wir haben ihm dann das Würstchen zu unserer Entlastung wieder zurückgeschickt. Der Kunde hat sich nicht mehr gemeldet.»

Sie hätten auch schon Schlüssel, Portemonnaies, Kreditkarten, Nuggis oder Legos in den Päckli gefunden. «Jetzt vor Weihnachten hat es manchmal auch Schöggeli und ein nettes Kärtli drin», erzählt die Leiterin.

Pro Tag kommen 600 Päckli retour

Weniger erfreulich war es, als einmal fünf Kilogramm Hanf in der Retouren-Abteilung landeten. «Da staunt man nicht schlecht, wenn man so eine Schachtel öffnet», schmunzelt Vonella. Die Polizei fand schliesslich heraus, wie der legale Hanf zum Lehner-Versand kam: Ein Kollege wollte einem Bekannten den Hanf schicken. Dazu packte er das Kraut in eine Lehner-Schachtel. Als der Bekannte das Paket mit Aufschrift Lehner-Versand erhielt, schickte er es zurück an den Lehner-Versand, weil er ja nichts bestellt hatte. Und so landete das Pack auf dem Pult von Carmen Vonella.

Die Monate mit den meisten Retouren sind September, Oktober und November. Im Dezember ist es wieder ruhiger. Nach den Festtagen allerdings landen erneut wieder viele Päckli in der Retouren-Abteilung. Im Durchschnitt sind es rund 600 Päckli pro Tag, die von den zehn Mitarbeiterinnen verarbeitet und die Waren wieder ins System zurückgebucht werden.

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