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Schweizer Konsumenten zahlen noch immer zu viel
Aus Kassensturz vom 03.03.2020.
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Preisvergleich 2020 Der «Kassensturz»-Euro-Warenkorb

  • Wie schon 2016 und 2017 kaufte «Kassensturz» rund 20 identische Produkte in der Schweiz und in Deutschland ein: Lebensmittel, Hygieneprodukte, Haushaltsartikel – sowohl Eigen- wie Markenprodukte.
  • Die Preisunterschiede sind immer noch gross: In der Schweiz kosten die Artikel über 60 Prozent mehr als in Deutschland.
  • Wie bisher begründen die Detailhändler die hohen Preise mit den viel höheren Kosten in der Schweiz. Bei Markenprodukten wird seitens der Detailhändler über den «Schweiz-Zuschlag» moniert. Zum Beispiel bei Kosmetika.

Ein paar Beispiele aus dem «Kassensturz»-Vergleich:

Die Schweiz gilt nach wie vor als Hochpreisinsel. Zur Recht. «Kassensturz» startete nach drei Jahren nochmals einen Preisvergleich. Hoch sind die Preisunterschiede zum Beispiel beim Joghurt Activia Classic: Für vier Joghurts bezahlen Kundinnen bei Edeka in Deutschland umgerechnet 2.11 Franken, bei Coop in der Schweiz 3.55 Franken – 68 Prozent mehr.

Ein weiteres Beispiel die Batterien der Eigenmarke Aerocell von Lidl: Schweizer bezahlen einen Preisaufschlag von 124 Prozent für das gleiche Produkt.

«Schweiz-Zuschlag» und hohe Kosten

Lidl begründet die höheren Preise mit höheren Kosten in der Schweiz.
In der Schweiz falle bei Batterien eine vorgezogene Entsorgungsgebühr von 80 Rappen an. Ladenflächen seien in der Schweiz zudem doppelt so teuer.
Hinzu kämen höhere Löhne, teurere Transporte, sowie Gebühren für Einfuhr und Zoll.

Bei Markenprodukten klagen Detailhändler seit Jahren über den «Schweiz-Zuschlag». Zum Beispiel bei Kosmetika. Das Deo Rexona Women ultra dry Aerosol kostet bei DM in Deutschland umgerechnet Fr. 1.54 Franken, bei Coop 2.95 Franken. Das ist zwar 30 Rappen weniger als vor drei Jahren, aber immer noch über neunzig Prozent mehr. Coop wollte sich im Gegensatz zu 2017 nicht mehr zu dieser Differenz äussern.

Markenhersteller weisen Verantwortung für hohe Preise von sich

Die von «Kassensturz» angefragten Hersteller weisen die Verantwortung für die hohen Preise von sich. Die Ladenpreise lege der Detailhandel fest. L’Oréal sagt zum Maybelline-Lippenstift, es fielen auch für den Importeur höhere Kosten in der Schweiz an. Rexona-Herstellerin Unilever ergänzt: «Es muss darauf hingewiesen werden, dass der Schweizer Detailhandel mit höheren Margen arbeitet als der Handel in Deutschland.»

Espresso, 3.3.2020, 8.13 Uhr

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