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Es geht auch ohne Palmöl
Aus Espresso vom 09.12.2016.
abspielen. Laufzeit 06:35 Minuten.
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Konsum Es geht auch ohne Palmöl

Es ist nicht einfach, ohne den umstrittenen Rohstoff Palmöl auszukommen. Ein Schweizer Backwarenhersteller und ein «Espresso»-Hörer zeigen: Es kann funktionieren.

Palmöl ist aus mehreren Gründen umstritten: Zum einen ist es ein ökologischer Unsinn, weil riesige Flächen Regenwald den Palmöl-Plantagen geopfert werden. Zum anderen arbeiten Tausende von Arbeitern auf den Plantagen zum Teil unter sklavenähnlichen Umständen, wie Amnesty International kürzlich aufdeckte.

Nicht zuletzt auch wegen solcher Schlagzeilen hat man sich bei der Grossbäckerei Bertschi in Kloten entschieden, auf Palmöl zu verzichten: «Bis Mitte nächsten Jahres wollen wir ganz ohne Palmöl produzieren. Generell wollen wir in Zukunft so viele Zutaten wie möglich aus der Schweiz verarbeiten», sagt Geschäftsleiter Christian Hertig gegenüber dem SRF-Konsumentenmagazin «Espresso». Sein Betrieb liefert Backwaren an Firmenkantinen, Spitäler und Unternehmen, wie zum Beispiel den Flugzeug-Caterer Gategroup.

Aufwändige Test-Prozedur

Eine wichtige Zutat wie Palmöl aus den Rezepturen für Brote und Süssgebäcke zu streichen und durch eine andere zu ersetzen, das sei eine aufwändige Prozedur, erklärt Caroline Schiller, Verantwortliche für Qualität. Immerhin steckt in rund 80 Prozent der Backwaren bislang Palmöl drin. «Wir haben in den letzten Monaten diverse Alternativen getestet», so Caroline Schiller. Bewährt habe sich bislang vor allem das Sonnenblumenöl beim Brot und bei gewissem Süssgebäck. Bei Mandelgebäck hingegen funktioniere Sonnenblumenöl nicht. Hier testet der Backwarenbetrieb derzeit Schea-Butter als Alternative. Und so will man in den nächsten Monaten sukzessive die palmölfreie Zukunft vorbereiten.

«Was die Natur hergibt»

Palmöl steckt in diversen Produkten drin: Von Lebensmitteln bis zu Kosmetikprodukten und Waschmittel. Seit Anfang Jahr müsste die umstrittene Zutat auch überall deklariert sein. Der Kunde sollte also Bescheid wissen. Palmöl auszuweichen, ist aber nicht einfach. Ein «Espresso»-Hörer behauptet: Er schaffe das. «Ich esse einfach, was die Natur hier so hergibt», sagt er. Also viel frisches Gemüse, Früchte oder Fisch.

Als Putzmittel verwendet der Hörer Essig und zum Waschen benütze er «indische Nusseife». Er räumt aber ein, dass sein Lebensstil wohl nicht in jedem Haushalt möglich sei, und auch er schaffe keinen hundertprozentigen Palmöl-Verzicht. Im Restaurant lasse er auch mal Fünfe grade sein: «Ich will ja nicht den Koch wütend machen.»

Hier ist überall Palmöl drin

«Espresso» vom 30.11.16

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Regina Freitag  (Regina Freitag)
    Ganz ohne Palmöl ist schwierig, aber man kann den Verbrauch von Palmöl sehr gut stark reduzieren. Kuchen, Teige, Guetzli selber machen. Somit weiss ich auch genau, was es drin hat. Kein Palmöl aber auch keine Konsumierungsmittel, Lebensmittelfarben usw. Wo und wann immer verzichte ich auf Fertigprodukte. Keine fertigen Salatsaucen, keine Fertigsuppen usw - schont übrigens auch das Portemonnaie.
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  • Kommentar von Richard Isenring  (Isenring)
    Informationen für Konsumenten über Produkte bietet z.B. Codecheck.info: per Handy Strichcode einscannen und man erhält Angaben zu Inhaltsstoffen. Artikel zum Thema: Beispielhafte Marken ohne Palmöl. http://www.codecheck.info/news/Beispielhafte-Marken-ohne-Palmoel-118165 Gute Alternativen für beliebte Produkte. http://www.codecheck.info/news/Es-geht-auch-ohne-Palmoel-85165
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  • Kommentar von Nicole Brodbeck  (Nicole Brodbeck)
    Was war denn vor dem Palmöl??? haben wir den nicht immer noch einen Milchüberschuss, daraus kann man doch Butter machen. ich nerve mich seit Jahren weil plötzlich in jegleichen Backwaren palmöl drinnen ist. Es kann doch nicht sein, dass wir für solche Zustände mitverantwortlich sind. Zurück zur Butter!!
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    1. Antwort von Werner Caviezel  (Angemeldet)
      Bin auch dieser Meinung. In meiner Küche wird alles perfekt, ohne Palmöl. Habe auch noch nie in einem Kochbuch ein entsprechendes Rezept gefunden. Das Problem bei der Butter: sie ist teuer.