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Gibt es aus der Romandie häufiger Geisterfahrermeldungen?
Aus Espresso vom 14.09.2020.
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Verkehrsmeldungen «Espresso Aha!»: Gibt es in der Westschweiz mehr Falschfahrer?

Eine SRF-Hörerin hat den Eindruck, in der Romandie gebe es mehr Falschfahrermeldungen. «Stimmt nicht», sagt der Experte.

Eine Hörerin des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» hört am Radio häufiger Falschfahrermeldungen aus der Romandie als aus der Deutschschweiz oder dem Tessin. Gemäss ihrer persönlichen Statistik, die sie seit zwei Jahren zum Spass führt, stammten 16 der 26 von ihr gehörten Falschfahrermeldungen von einer welschen Autobahn. Sind im Welschland tatsächlich mehr Leute auf der falschen Fahrspur unterwegs?

Nein, sagt Marc Brönnimann, Leiter der nationalen Verkehrsinformationszentrale Viasuisse. Rund 100 Falschfahrermeldungen verbreitet Viasuisse pro Jahr. «Davon sind 50 Prozent in der Deutschschweiz, circa 40 Prozent in der Romandie und rund 10 Prozent im Tessin.» Dies sei aber auch logisch, da die Deutschschweiz am meisten Autobahnkilometer habe, so Brönnimann.

A16 vermehrt von Falschfahrern betroffen

Die Beobachtung der SRF1-Hörerin ist trotzdem nicht ganz falsch. Setzt man die absoluten Zahlen ins Verhältnis, fällt nämlich auf, dass die Bern-Jurassische Autobahn A16 mit ihren nur 80 Kilometern häufiger von Falschfahrern betroffen ist, als die rund fünf Mal längere A1. Weshalb das so ist, kann Marc Brönnimann von Viasuisse nicht genau sagen.

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Selbstverständlich ist: Wenn solche Tendenzen auftauchen, meldet Viasuisse diese dem Bundesamt für Strassen (Astra). «In Biel beispielsweise erhielten wir auf einer neuen Umfahrung innerhalb von Minuten mehrere Falschfahrermeldungen», erinnert sich Marc Brönnimann. Das habe man sofort dem Astra gemeldet und das Problem konnte behoben werden. Solche Auffälligkeiten seien aber eher selten.

Romandie bei verirrten Velofahrern top

Hätte die SRF1-Hörerin übrigens Velos anstatt Autos gezählt, wäre sie mit ihrer Beobachtung richtig gelegen. Im Welschland verirren sich nämlich schweizweit am meisten Velofahrer auf die Autobahn. Im Kanton Tessin hingegen geraten am meisten Personen auf die Fahrbahn. Und bei den verirrten Tieren haben Hunde die Nase vorn, gefolgt von Kühen und waghalsigen Entenfamilien.

Espresso, 14.09.2020, 8.13 Uhr

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