Darum geht es: Zahlreiche Schweizer KMU haben in den letzten Wochen eine Rechnung erhalten von der Firma Finacare. Die Rechnung erweckt auf den ersten Blick den Eindruck, es handle sich um Gebühren für einen Eintrag im Eidgenössischen Handelsregister. Ohne Begleichung der Gebühr werde der Eintrag nach Ablauf der Zahlungsfrist gelöscht.
Das steckt dahinter: Nur wer die Rechnung genau anschaut, stellt fest, dass es um einen angeblichen Eintrag in das «Finaca-Register» geht. Ein Register, das sich übrigens online nirgends auffinden lässt. Das Magazin «K-Tipp» hat Finacare bereits auf seine Warnliste gesetzt.
So sieht die Rechnung von Finacare aus
So reagieren Betroffene: Im Visier hat Finacare offensichtlich Schweizer KMU, die neu im Handelsregister registriert sind oder bei denen es Mutationen gab – beispielsweise eine neue Firmenadresse. Beim SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» haben sich mehrere Firmen gemeldet, die die entsprechende Rechnung erhalten haben. Während einige wissen wollen, ob sie diesen Betrag bezahlen müssen, wollen andere vor der Masche warnen. Die Rede ist von «Irreführung» und «Betrugsverdacht».
Das können Sie tun: Rechnungen von sogenannten Adressbuchschwindlern sollten Sie nicht bezahlen. Zudem können Sie beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) eine Beschwerde wegen unlauterer Geschäftspraktiken einreichen. Falls Sie bereits bezahlt haben, können Sie einen eingeschriebenen Brief an den Absender schicken. Das Seco empfiehlt dabei, darauf hinzuweisen, dass der Vertrag aufgrund von Irrtum und absichtlicher Täuschung unverbindlich sei.