Darum geht es: Das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» geht der Frage nach, warum der Eiergeruch sogar nach dem Abwasch oft am Geschirr haften bleibt. Dafür gäbe es verschiedene Gründe, erklärt Barbara Schiesser, Geschäftsführerin vom Verband OdA Hauswirtschaft Schweiz. «Rohe Eier enthalten Schwefelverbindungen. Beim Kontakt mit Geschirr, können sich diese Geruchsstoffe anlagern», so Schiesser. Eine zu niedrige Waschtemperatur und die falsche Dosierung beim Reinigungsmittel führten dazu, dass diese Stoffe nicht vollständig gelöst würden. Aber auch altes oder beschädigtes Geschirr nähme den Geruch besser auf.
Tipps für den Geschirrspüler: Um den Geruch wieder loszuwerden, sollte man das Geschirr als Erstes so schnell wie möglich von Hand kalt vorspülen. «Heisses Wasser vor dem eigentlichen Waschgang kann Eiweiss zunächst fixieren», erklärt Barbara Schiesser. Und dies führe dazu, dass der Geruch haften bleibe. Anschliessend sollte die Waschtemperatur 55 bis 60 Grad betragen. Wichtig sei, die Waschmitteldosierung auf der Packung zu beachten. Das Waschmittel sollte eiweiss- und fetthaltige Verschmutzungen gut lösen. Meist stünden Hinweise wie «stark gegen Speisereste», «Intensiv» oder «mit Enzymen» auf der Verpackung. Wichtig sei auch die Entfernung von Speiseresten im Sieb und eine regelmässige Reinigung des Geschirrspülers.
Tipps für den Abwasch von Hand: Auch hier gilt: Das Geschirr mit kaltem Wasser vorspülen. «Bei starkem Geruch kann man es danach 10 bis 15 Minuten in heissem Wasser mit etwas Natron einlegen. Natron wirkt geruchsneutralisierend», erklärt Barbara Schiesser vom Schweizerischen Hauswirtschaftsverband OdA. Entscheidend sei aber die Kombination von starker mechanischer Reibung, richtiger Dosierung des Spülmittels und möglichst heisser Wassertemperatur. Ideal wären mindestens 45 Grad. Gründliches Abtrocknen helfe ebenfalls, damit der Eiergeruch nicht am Geschirr haften bleibe.