Herkunft der Nahrungsmittel Fischherkunft wird besser deklariert

Das neue Lebensmittelrecht verlangt mehr Transparenz im Fischhandel: Die Kundschaft soll erfahren, woher der Fisch kommt und unter welchen Umständen er gefangen wurde. Eine Stichprobe des SRF-Konsumentenmagazins «Espresso» zeigt: Die Grossverteiler halten sich schon recht gut daran.

Seit gut einem Monat sind die neuen Regeln in Kraft, es gelten allerdings Übergangsfristen: Beim Offenverkauf können sich die Händler noch ein Jahr Zeit lassen, um sie umzusetzen, bei verpacktem Fisch sogar vier Jahre.

Hinweise auf Schleppnetz und Langleine etwas versteckt

In einer Stichprobe bei Migros, Coop, Aldi, Lidl sowie einem lokalen Fischverkäufer wollte «Espresso» herausfinden, wie weit das neue Recht schon umgesetzt wird.

Resultat: Es funktioniert schon recht gut mit der Deklaration. Das Herkunftsland ist angegeben und auch, ob der Fisch aus einer Zucht oder der Wildnis stammt.

Etwas genauer hinschauen muss man, um Hinweise auf die Fangmethoden zu finden. Ob der Fisch in einem tierquälerischen Schleppnetz lag, zum Beispiel, oder ob die Fischer mit einer kilometerlangen, hakenbesetzten Langleine unterwegs waren. Darin bleiben immer auch zahlreiche andere Meerestiere hängen und verenden elendiglich.

Bei der Organisation Fair-Fish, die sich an vorderster Front für die Deklarationspflicht stark gemacht hat, freut man sich über das positive Resultat der Stichprobe. Es gebe aber noch viel zu verbessern, sagt Co-Geschäftsleiterin Susanne Hagen. Zum Beispiel müsse das Verkaufspersonal in der Läden sowie die Bedienung in Restaurants besser geschult werden, damit sie auf zusätzliche Fragen der Kundschaft kompetent antworten könne.