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Food Waste: «Die Leute kaufen einfach zu viel»
Aus Espresso vom 21.08.2017.
abspielen. Laufzeit 03:02 Minuten.
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Essen im Abfall Food Waste: «Die Leute kaufen einfach zu viel»

Jüngere Generationen werfen Lebensmittel eher weg als ältere: Das sagt eine aktuelle Studie aus Deutschland, über die das SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» berichtete. In ihren Kommentaren zeigen sich Hörerinnen und Hörer zum Teil erstaunlich ehrlich.

Es sollen vor allem die jüngeren Generationen sein, die für die Lebensmittelverschwendung verantwortlich sind. Zu diesem Schluss kommt eine Studie aus Deutschland: Menschen, welche die Lebensmittelknappheit während des Zweiten Weltkriegs noch erlebt hätten, verschwendeten deutlich seltener Lebensmittel als spätere Generationen.

Im SRF-Konsumentenmagazin «Espresso» sagte der Food-Waste-Experte Claudio Beretta von der ETH Zürich, dass eine solche Studie in der Schweiz wohl zu einem ähnlichen Schluss kommen würde: «Wer wirklich mal eine Situation erlebt hat, in welcher Lebensmittel knapp waren und somit schmerzte, Lebensmittel wegzuwerfen, der hat dieses Gefühl verinnerlicht.»

Grossverteiler denken nur an Grossfamilien

«Es stimmt sicher, dass wir Jungen heute gedankenloser Essen entsorgen», schreibt Jasmin Rüegger aus dem Kanton Aargau in ihrem Kommentar zum entsprechenden Bericht auf srf.ch. Ein Wochen-Menüplan passe nicht zur Flexibilität, die heute in Beruf und Freizeit erwartet werde. «Ideal ist natürlich, nur zu kaufen, was man selber benötigt. Aber die überteuerten Mini-Packungen sind sicher keine gute Lösung.»

Die Kleinhaushalte scheinen sich tatsächlich durch die Grossverteiler benachteiligt zu fühlen: «Die Grossverteiler denken nicht, dass es auch Einzelpersonen-Haushalte gibt», ärgert sich ein Hörer in einer Mail an die «Espresso»-Redaktion. Andere pflichten bei und ärgern sich über die XXL-Packungen, die «täglich zum Aktionspreis» angeboten würden.

Zu viel Geld?

Andere sehen das Problem vor allem bei den Konsumentinnen und Konsumenten: «Viele Leute kaufen schlicht zu viel», meint etwa Werner Caviezel in seinem Kommentar.

Andreas Würtz schreibt: «Wenn man sieht, wie pingelig manche Leute sich beim Einkaufen verhalten, wundert es auch nicht», wenn viel Ware schon im Laden verderbe. Und wieder andere meinen: «Vielleicht ist bei vielen zu viel Geld vorhanden.»

«Espresso» vom 17.08.17:

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Arnold Weiss  (A.Weiss)
    "Überteuerte Mini-Packungen": Dem kann ich nur beipflichten, das stört mich auch gewaltig. Die Grossverteiler sind auf 4-6 köpfige Familien ausgerichtet. Aber selbst wenn man in einer solchen Familie aufgewachsen ist und später selbst eine Grossfamilie hat, dieser Zeitraum deckt nur einen Teil des Lebens ab. Als Rentner oder zwischen 20-30J sind diese XXL-Packungen schlicht zu gross...und trotzdem beinahe gleich teuer wie die Minipackungen! Man hat also gar keinen Anreiz, effizient einzukaufen.
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  • Kommentar von Benjamin Schlegel  (Benjamin Schlegel)
    Teilweise sind auch Migros, Coop und Co mitschuldig. Beispielsweise werden Biokarotten nur im Kilopack verkauft. Als Einpersonenhaushalt muss ich mich jedes Mal entscheiden, ob ich einige Konventionelle im Offenverkauf oder gleich ein Kilo Bio kaufe, wobei dann meistens einige Kaputt gehen, da ich nicht 3-5 Karotten pro Tag esse.
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  • Kommentar von Denise Casagrande  (begulide)
    Eine Schande gegenüber den Mio von Menschen, welche weltweit an Hunger leiden!! Bei sich und dem eigenen Konsum- und Essverhalten beginnen!
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