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Grosse Preisunterschiede im Fotobuch-Test
Aus Kassensturz vom 27.10.2020.
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Vergleich Fotobuch-Hersteller Grosse Preisunterschiede im Fotobuch-Test

«Kassensturz» vergleicht Angebote von acht Fotobuch-Herstellern. Nur zwei Fotobücher sind «Made in Switzerland».

In Zeiten von Smartphones sind Fotos schnell geschossen. Ein Selfie hier, ein Schnappschuss da. Meist bleiben die Bilder aber auf dem Handy-Datenspeicher liegen. Mit Fotobüchern lassen sich auch aus diesen digitalen Daten Erinnerungen zum Anfassen machen.

Testtabelle

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Testtabelle

Hier geht es zu den detaillierten Testresultaten.

Hannes Schwarz ist Geschäftsführer von Ifolor. Sein Grossvater hat das Unternehmen vor knapp 60 Jahren als Fotolabor Kreuzlingen eröffnet. Hannes Schwarz weiss, was die Faszination von Fotobüchern ausmacht: «Der haptische Effekt, den sie durch ein Fotobuch haben, ist bezüglich Emotionalität ein ganz anderer als wenn sie die Fotos am Bildschirm anschauen.»

Fotoqualität durchgehend gut

Die Fotobücher wurden im Auftrag von der Westschweizer Konsumentenorganisation Fédération romande des consommateurs (FRC) geprüft, und zwar im spezialisierten Labor Ugra in St. Gallen. Das Labor testete und beurteilte bei allen acht Anbietern Software, Bestellung und vor allem die Foto- und Buchqualität (siehe Box «So wurde getestet»).

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Testleiterin Emmanuelle Dault: «Meistens ist der Kunde kein Profi und braucht Tipps, wie er die Fotos richtig im Buch platziert.»
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Beim Erstellen der Fotobücher ist Testleiterin Emmanuelle Dault vor allem aufgefallen, dass die Hersteller bei der Hilfestellung für Konsumentinnen und Konsumenten noch zulegen können: «Der Kunde ist nicht immer ein Profi. Und er braucht manchmal Tipps, wie er seine Fotos zu platzieren hat, damit am Ende das ganze Foto im Buch und nicht abgeschnitten ist», sagt Emmanuelle Dault.

Stresstest im Labor

Alle acht Fotobücher wurden genau gleich gestaltet: Ein Basis-Angebot mit mattem Papier dient als Ausgangslage. Dann stockt das Prüflabor mit Zusatzseiten auf, damit am Ende jedes Fotobuch den gleichen Umfang an Bildern hat. Es werden immer zwei identische Exemplare bestellt.

So wurde getestet

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  • Qualität Fotos und Bücher: Wie gut ist die Verarbeitung insgesamt? Wie gut die Druck- und Fotoqualität? Sind Papier und Umschlag hochwertig? Wie stellt sich der Buchrücken dar? Wie gut ist die Bindequalität: Bleibt die Bindung intakt auch nach vielfachem Öffnen und Schliessen? Sind Papier und Fotodruck beständig gegen Abrieb, Lichteinfluss und Vergilben?
  • Bestellvorgang: Ist die Website übersichtlich gestaltet? Wie stark ist die Konsumentin beim Seitenumfang eingeschränkt? Wie viele Zahlungsarten gibt es? In wie vielen Sprachen ist die Website lesbar? Nach wie vielen Tagen trifft das Fotobuch ein? Hält der Hersteller die versprochene Lieferzeit ein?
  • Software: Gibt es eine Software zum Downloaden oder muss das Fotobuch im Browser (d.h. im Internet) zusammengestellt werden? Ist die Installation der Software einfach? Auf wie vielen Betriebssystemen läuft die Software? Sind Vorlagen vorhanden? Gibt es eine Text- und Bildbearbeitung? Wie lange nach der Bestellung kann ich noch nachbestellen?

Die Fotobücher durchlaufen einen wahren Stresstest im Labor: 2000 Mal Auf- und Zuklappen, Abriebtests, UV-Bestrahlung, visuelle Kontrolle – Emmanuelle Dault achtete genau darauf, dass kein Detail übersehen wird.

Das Resultat erfreut: Sieben von acht Anbieter bekommen die Note «Gut» oder «Sehr gut». Ein Teilnehmer ist immerhin noch «Genügend». Was allerdings auffällt, sind die relativ grossen Preisunterschiede bei einem eigentlich gleichen Produkt: Rund 44 Franken ist der preiswerteste Anbieter, etwas über 64 Franken der teuerste. Und das bei einem Prozess, der heute weitestgehend vollautomatisiert ist.

Tipps

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Privatsphäre bleibt gewahrt

Bedenken, dass die Fotobücher von wildfremden Menschen bei der Produktion durchgeblättert würden, müsse man keine haben, sagt Hannes Schwarz. «Wir bewerten nie Bildinhalte, machen lediglich Qualitäts- und Verarbeitungskontrollen.» Und er ergänzt: Wenn man jeden Tag mit zig Fotobüchern arbeite, wisse man am Abend nicht mehr, was man angeschaut hat, so Hannes Schwarz.

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Kassensturz, 27.10.2020, 21:05 Uhr

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Doris Siegrist  (klippundklar)
    Das günstigste Fotobuch bei Ifolor ist das Fotobuch Deluxe mit Digitaldruck (wie bei Cewe) und nicht das 'Premium Fotopapier' (qualitativ hochstehender). Bitte gleiches mit gleichem vergleichen. Unbestritten ist die gute Qualität von Ifolor und die sehr günstigen Preise (viele Aktionen!). Was bei ihrem Vergleich völlig fehlt, ist die Gestaltungssoftware, inkl. Bildbearbeitung. Bei Cewe sind die Möglichkeiten einer individuellen Gestaltung fast unendlich, inkl. Tutorials.
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  • Kommentar von Edmondo Savoldelli  (Joe Pastasciutta)
    Mein Kommentar kommt spät, aber er kommt:
    Man kann nicht Belichtung von Fotopapier mit Digitaldruck vergleichen. Also man kann schon, aber es ist irreführend, nicht auf die eklatanten Unterschiede des Verfahrens und der Abbildungsleistung hinzuweisen. Klar, der Test beurteilt ein Gesamtpaket, aber für die Beurteilung der spezifischen Bildqualität ist der Test meiner Ansicht nach ungenügend gemacht. Kassensturz meist top, diesmal e bitz flop.
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  • Kommentar von Cecilia Nicoletti  (Cecilia Nicoletti)
    Lieber Kassensturz, wie immer liefert ihr einen interessanten Überblick, danke! Schade nur, dass der Fokus auf den grösseren Anbietern liegt und kleinere wie das Familienunternehmen PikPerfect aus Uitikon-Waldegg, das dazu noch einen Gestaltungsservice bietet, nicht dabei sind. Würde wahrscheinlich den Rahmen der Sendung/des Tests sprengen... Wir finden die von der Qualität und dem Service her wirklich Top und würden sie bedenkenlos empfehlen. Vielleicht beim nächsten Test! Viele Grüsse, Cecilia
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    1. Antwort von René Baron  (René Baron)
      Danke für den Tip. Werde ich gleich mal selber testen.