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In Österreich droht Vignetten-Busse - auch mit «Pickerl»
Aus Espresso vom 24.09.2018.
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Bussen im Ausland In Österreich droht Vignetten-Busse - auch mit «Pickerl»

Spezialkameras scannen auf österreichischen Autobahnen die durchfahrende Autos. Gebüsst wird auch, wer die Vignette falsch anklebt.

Österreichreisende aufgepasst: Seit 2016 setzt die Autobahnbehörde ASFINAG mobile Kameras ein, die vorbeifahrende Autos scannen. Einerseits erfasst sie die Autonummer der Reisenden, die eine digitale Vignette gelöst haben. Andererseits kontrollieren diese Kameras aber auch, ob eine Klebevignette angebracht ist («Pickerl»).

Gross ist der Frust, wenn einige Wochen nach der Reise durch Österreich eine Rechnung der ASFINAG für eine Ersatzmaut im Briefkasten liegt. 120 Euro solle man bezahlen, damit könne man sich aussergerichtlich einigen. Andernfalls drohe ein Verwaltungsstrafverfahren mit Kosten bis 3000 Euro.
Dank einem trinationalen Vertrag zwischen der Schweiz, Österreich und dem Fürstentum Liechtenstein können Bussen gegenseitig eingezogen werden.

Busse trotz Pickerl

Was viele Reisenden nicht wissen: Ist die Klebevignette nicht exakt so auf der Windschutzscheibe angeklebt wie verlangt, gilt sie als ungültig. Die Vignette muss vollständig von der Plastikfolie getrennt sein, und sie darf nicht auf dem getönten Streifen der Windschutzscheibe angeklebt werden.

Widerstand ist ziemlich zwecklos, denn gegen die Erhebung der Ersatzmaut kann nicht rekurriert werden. Erst durch das Nichtbezahlen dieser Busse wird ein Strafverfahren losgetreten, bei dem man sich zwar wehren kann, dabei aber hohe Kosten drohen.

Die Maut in Österreich

Auf österreichischen Autobahnen benötigt jedes Motorfahrzeug bis 3,5 Tonnen eine Vignette. Für zehn Tage kostet sie 8.80 Euro, zwei Monate kosten 25.70 und eine Jahresvignette 85.70 Euro. Erhältlich sind sie auf der Webseite der ASFINAG.

Die Schweiz hat mit ihren Nachbarländern Verträge und Abkommen unterzeichnet, die das gegenseitige Einziehen von Verkehrsbussen aus dem Ausland regeln. Weitere Informationen dazu gibt es auf der Internetseite von Fedpol.

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11 Kommentare

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  • Kommentar von Koni Flütsch  (KOMANKO)
    Verstehe diese Aufregung nicht. Bussen aus der EU dürfen getrost ins Altpapier wandern, denn Fedpol hin oder her, die rechtliche Sachlage nach CH-Recht lässt keinen Spielraum. Warum diese Angst vor einer nicht schweizerischen Forderung? Mir völlig schleierhaft....
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  • Kommentar von Ernst Weber  (AschiWeber)
    Lernen wir doch von unseren Nachbarn. Kontrollschild mit der gelösten Jahres- oder Tagestickets abgleichen. Tickets mit Kontrollschild verknüpfen. Sollte auch zusätzlich bei alpenquerenden Tunneln angewendet werden. Oesterreich macht es vor und es funktioniert.
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    1. Antwort von Werner Caviezel  (Angemeldet)
      Genau, man ist Totalüberwacht!
  • Kommentar von Othmar Eberhard  (Othmar Eberhard)
    In meinen Augen ist die 10 Tagesvignette in Österreich zum Vergleich mit der Schweiz eh Abzocke. In der Regel braucht man noch eine für die Rückfahrt von den Ferien. Dazu kommen noch alle grösseren Tunnels u. Pässe. Ich meide Österreich grösstenteils genau darum. Gotthard u. S. Bernadino sind bei uns gratis. Dass müsste unsere Politik schon längst anpassen. Maud für diese Tunnels einführen!! Mind. 100 Fr. für Jahresvignette u. dazu ein 15-Tagesvignette (wäre für Touristen fair)
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    1. Antwort von Werner Caviezel  (Angemeldet)
      Nicht ist gratis, purer Unsinn. Wie zahlen mit jedem Liter Benzin über 1 Franken für unsere Tunnels und Autobahnen. Warum nur wird das immer ignoriert wenn es ums Strassengebühren geht? In A sind die Strassen privatisiert. die 100Fr. Vignette hat das Volk abgelehnt. Bitte respektieren ;-)