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Ein Handwerker erklärt einer Hausbesitzerin im Heizungskeller auf einem Papier das Vorgehen.
Legende: Die Kosten sollten vor der Reparatur genau besprochen werden. Colourbox
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Sonstiges Recht Handwerkerrechnung: Wer bezahlt die Zeit im Stau?

«Espresso»-Hörer Alessandro Sempio hat sich über eine Handwerkerrechnung gewundert. Der Techniker stand 35 Minuten im Stau und diese Zeit wird ihm voll verrechnet. «Muss wirklich der Kunde die Zeit im Stau bezahlen?», möchte Alessandro Sempio wissen. Dieses Thema werde schliesslich immer wichtiger.

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Rechtsfrage: Handwerkerrechnung - Wer bezahlt die Zeit im Stau?
03:52 min, aus Espresso vom 17.04.2014.
abspielen. Laufzeit 03:52 Minuten.

«Espresso»-Hörer Alessandro Sempio hat eine Handwerkerrechnung genau angeschaut. 75 Minuten sollte er für die Anfahrt mit dem Servicewagen bezahlen. Sempio fragt nach, denn für die 14 Kilometer benötige man hin und zurück höchstens 40 Minuten.

Anfahrt: Länger warten und erst noch mehr bezahlen?

Der Techniker sei 35 Minuten im Stau gestanden, lautet die Antwort. Deshalb die hohe Rechnung. «Wer zahlt die Zeit im Stau?», möchte Alessandro Sempio von «Espresso» wissen. «Dieses Thema wird in der Schweiz schliesslich immer wichtiger».

Grundsätzlich darf ein Handwerker den Anfahrtsweg verrechnen. Schliesslich ist es Arbeitszeit. Darum geht auch die Zeit im Stau auf Kosten des Kunden. Aber: Das Gesetz sagt nicht, zu welchem Preis diese Zeit verrechnet werden darf.

Mit Pauschalen fahren viele Kunden günstiger

In der Praxis handhaben viele Unternehmen diese Frage anders. Uneinheitlich sind auch die Empfehlungen der Branchenverbände. Mancherorts wird die Anfahrtszeit zum gleichen Preis verrechnet, wie die Arbeit. Andernorts zu einem reduzierten Tarif, individuell oder pauschal. Und: Kann ein Handwerker mehrere Kunden in gleichen Gebiet bedienen, so muss er die Anfahrtszeit auf die Kunden verteilen.

So halten Sie die Kosten tief

Wer sich vor bösen Überraschungen schützen will, sollte das Thema Anfahrtsweg am besten vor der Auftragserteilung ansprechen. Tief halten können Sie die Kosten auch mit diesen Tipps:

  • Bevorzugen Sie Handwerker in Ihrer Gegend.
  • Informieren Sie sich vor der Auftragserteilung über die Usanzen oder Empfehlungen des Branchenverbandes.
  • Handeln Sie eine vernünftige Anfahrts- und Servicepauschale aus.
  • Verlangen Sie, dass der Handwerker zu einer Zeit ausserhalb der Rush-Hour oder an einem Tag kommt, an dem er noch andere Aufträge in Ihrer Gegend hat.
  • Lesen Sie den Arbeitsrapport genau durch und unterschreiben Sie nur, wenn Sie mit allem einverstanden sind.

Vielleicht muss Alessandro Sempio also nicht die ganze Rechnung bezahlen. In jedem Fall lohnt es sich für ihn, nachzufragen, ob der Handwerker noch andere Aufträge in der Gegend zu erledigen hatte. In diesem Fall müssten die Wegkosten auf die Kunden aufgeteilt werden.

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Die Rechtsexpertin Gabriela Baumgartner beantwortet jeden Donnerstag in «Espresso» eine Rechtsfrage. Hier geht es zu den bisherigen Antworten.
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2 Kommentare

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  • Kommentar von Klaus Gaertner , Köln
    Mir wurden für eine Strecke (einfach Strecke: 63 KM und 55 Minuten Fahrzeit lt. Googlemap) 170 Euro (einhundertundsiebzig) als Pauschale in Rechnung gestellt. Als ich den Handwerker anrief, wollte er mir "erklären", dass es über 80 Km sind und das der Monteur im Stau gestanden habe. Vorher wurde der Termin auf einen späteren Tag verlegt, weil die Firma noch mehrer Aufträge in meiner Gegend hätte. Auf der Rechnung steht "Pauschale" aber es wird sich dann doch mit Zeiten und Km rausgeredet.
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  • Kommentar von zermeno Sonja , Morgentalstr.21 8038 Zh
    Was ist wenn ein Handwerker einfach mit einem Mitarbeiter mehr kommt nichts sagt ! Wenn der Besitzer der Firma nichts sagte!Bin ich verpflichtet muss man dann die 2. Person bezahlen!Er kam nur zum Staubsaugen und konnte nicht deutsch! Montiert hat er auch nichts! Lieben Gruss S.Zermeno
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