Bezugslimiten am Bancomat - ein Vergleich

Die meisten Bankkunden haben auf ihrer Maestro-Karte die Standard-Bezugslimiten der Bank. Diese sind teilweise sehr hoch und ermöglichen Karten-Dieben, innert kürzester ein Konto zu räumen. Eine Anpassung lohnt sich! Doch kennen Sie Ihre Limiten? «Kassensturz» hat nachgefragt.

Mann tippt Code am Bancomat ein Bild in Lightbox öffnen.

Bildlegende: Dank hoher Bezugslimiten und Beobachtung der Opfer können Betrüger fette Beute machen. Keystone

Der Albtraum von vielen Bancomat-Benutzern: Diebe klauen die Bancomat-Karte und machen gleichzeitig den Pin-Code dazu ausfindig. Innert Minuten kann dann das Konto geräumt werden. Der «Kassensturz»-Beitrag hat gezeigt, wie schnell so etwas geht.

Video «Gestohlene Maestro-Karte: Geld weg, Bank zahlt nicht» abspielen

Gestohlene Maestro-Karte: Geld weg, Bank zahlt nicht

7:44 min, aus Kassensturz vom 23.4.2013

Sehr unterschiedliche Bezugslimiten

Den Schaden in Grenzen halten kann man, indem man die Bezugslimiten pro Tag oder Monat niedrig hält. Doch viele Bankkunden kennen die Limiten ihrer Maestro-Karte nicht. Eine Umfrage von «Kassensturz» zeigt: Die Banken handhaben diese Limiten sehr unterschiedlich.

Eine Tageslimite von 1000 Franken haben zum Beispiel die Postfinance, die Graubündner Kantonalbank und - an bankfremden Automaten - auch die Bank Coop.

Die UBS, die Schaffhauser und die Schwyzer Kantonalbank schwimmen mit 5000 Franken Standardlimite pro Tag oben aus.

Auch die monatlichen Limiten schwanken stark. So haben die Bank Valiant und die Basler Kantonalbank den maximalen Bargeldbezug auf 3000 Franken festgelegt. Die Schwyzer Kantonalbank hingegen ermöglicht Bezüge bis zu 20'000 Franken pro Monat. Ein leichtes Spiel für Diebe, innert kürzester Zeit an sehr viel Geld zu kommen.

Nicht alle Banken kommen komplett für den Schaden auf

Und ist das Geld erst einmal weg, dann kann es schwierig werden. Die meisten Geldinstitute geben zwar an, den Schaden komplett zu ersetzen - machen aber einen wichtigen Vorbehalt: Es darf kein Eigenverschulden des Kunden vorliegen. Es gibt auch Banken, die sich weniger kulant zeigen: Die Zuger Kantonalbank erstattet beispielsweise maximal 50 Prozent des Schadens. Die Graubündner Kantonalbank hat einen Selbstbehalt von 10 Prozent festgelegt (maximal 300 Franken).

Es lohnt sich daher, die Bezugslimite zu überdenken und allenfalls anzupassen. Bei allen gefragten Banken können die Kunden ihre Limite individuell ändern.

Wo Sie das machen können und die detaillierten Ergebnisse der Umfrage finden Sie hier.