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Alte Wanderschuhe hängen an einem gelben Wanderwegweiser
Legende: Meist sind die Wanderzeiten angegeben. Falls nicht, gibt es eine einfache Faustregel. Keystone
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«Espresso Aha!» So berechnen Sie die Wanderzeit

Das Wandern ist des Müllers Lust. Nur: Woher weiss der Müller, wie lange er unterwegs ist? In der Schweiz geben die berühmten gelben Wegweiser die Wanderzeit an. Abseits der offiziellen Wanderstrecken können Sie dank «Espresso Aha!» und einer einfachen Faustregel die Wanderzeit selber berechnen.

Den Zeitangaben auf den Wanderweg-Pfeilen liegt eine komplizierte Berechnung zu Grunde. Für den normalen Wanderer ohne Mathematikstudium reiche es aber aus, sich folgende Regel zu merken, meint Christian Hadorn vom Verband Schweizer Wanderwege: «Rechnen Sie für vier Kilometer Wanderdistanz eine Stunde. Pro 400 Höhenmeter hinauf muss eine weitere Stunde dazugezählt werden. Eine weitere Stunde berechnet man für 800 Höhenmeter hinunter.»

Rechenbeispiel:

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Die traumhafte Bergsee-Wanderung vom Oberlappass auf den Nätschen im Kanton Uri hat eine Distanz von 10,6 Kilometer. Geteilt durch vier ergibt etwa 2,5 Stunden. Dazu kommt zirka eine Stunde für die 445 Höhenmeter hinauf und knapp eine Stunde für 645 Höhenmeter hinunter. Das ergibt total zirka 4,5 Stunden.

Diese Faustregel sei natürlich ein Richtwert. Damit werde die Zeit für Gruppenwanderungen berechnet und diese bräuchten immer mehr Zeit, als wenn man zu zweit oder alleine unterwegs sei, sagt der Geschäftsführer des Verbands Schweizer Wanderwege.

Der gelbe Weggefährte

Das offizielle Wanderwegnetz in der Schweiz erstreckt sich auf über 65'000 Kilometer. Zuverlässig zeigen die gelben Wanderwegpfeile Zielort und auch Wanderzeitdauer an. Gesamtschweizerisch wird mit einer Wandergeschwindigkeit von 4,2 Kilometer pro Stunde gerechnet.

«Klar ist aber, dass vor allem Wetter, die eigene Kondition und die Last des Rucksacks massgebend sind, ob man schneller oder langsamer als angegeben ist», erklärt Christian Hadorn schmunzelnd.

Die Nutzung der Wanderwege

In einer Studie des Bundes schätzen die Experten die Anzahl Wanderer im Jahr 2011 auf 2,4 Millionen – rund 20 Prozent davon kommen aus dem Ausland.

«Die grösste Anzahl Wandertage weisen die Kantone mit typischen grossen Wandergebieten auf wie zum Beispiel Bern, Graubünden, Wallis und Tessin», heisst es in der Studie.

Die Ecoplan-Studie im Auftrag des Bundes zeigt auch auf, dass die Wanderer in der Schweiz einiges an Geld ausgeben. Für Wanderausrüstung, Hin- und Rückreise ins Wandergebiet, Bergbahnen und allfällige Übernachtungen zahlen sie im Jahr rund 1,6 Milliarden Franken.

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12 Kommentare

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  • Kommentar von Thomas Lüthi  (Th.L.)
    Die sichertste Methode ist, erst die Leistungskilometer (lkm) zu berechnen: ein horizontaler Kilometer ist ein lkm, hunder Höhenmeter Steigung ein zusätzlicher, ich persönlich vernachlässige die im Abstieg. Wie viele lkm ich pro Stunde schaffe ist ein Erfahrungswert, den man sich erarbeiten muss, jedoch stimmt die Berenung dann sehr genau.
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  • Kommentar von Werner Gürr  (FrMu)
    Swisstopo hat eine Funktion, die es erlaubt, eine Route auf der Swisstopokarte einzuzeichnen. Anschliessend kann man auf die Route klicken und bekommt deren Werte angezeigt. U. a. auch die Marschzeit. Ich brauche das Tool regelmässig & konnte feststellen, dass es die Marschzeit erstaunlich genau berechnen kann. Allerdings wird die reine Marschzeit ohne Halte angezeigt, die es auf längeren Routen ja braucht. Also bei längeren Touren zur erechneten Zeit noch 20-30% hinzuzählen, dann stimmts.
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    1. Antwort von Alex Lüthi  (Sinuhe)
      In der Tat eine tolle App! Ich habe das Abo mit den erweiterten Funktionen gekauft und war etwas enttäuscht. Die Routenfunktion ist trotz vorab geladenem Kartenmaterial nur mit Internet nutzbar: Spontane Umwege während der Wamderung zu planen sind somit nur bei ausreichendem Empfang möglich.
  • Kommentar von Willi Meier  (wm)
    In Spanien werden die Wanderzeiten auf den grünen Wegweisern übrigens auf die Minute genau angegeben,z.B. 3:48 h.
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